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Presse
Presseinformation vom 17.03.2015:

Torffreie Erde lässt Klimaschutz erblühen


Den Klimaschutz in die Tat umsetzen, das hat sich der Landkreis und einige seiner Gemeinden auch für ihre Grünflächen und Friedhöfe auf die Fahnen geschrieben. Entsprechende Hinweisschilder an den Friedhöfen sollen nun auch die Bürger zum Mitmachen motivieren.

Nachdem inzwischen auf öffentlichen Grünflächen und Blumenkästen in Gauting und Krailling nur mehr torffreie Erden zum Einsatz kommen, sollen die Bürgerinnen und Bürger auch auf den Friedhöfen für die Verwendung der klimafreundlichen Alternativen motiviert werden. „Jeder noch so kleine Beitrag ist wichtig“, sagte Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt vom Landratsamt, als sie zusammen mit der dritten Bürgermeisterin von Krailling, Karin Wolf, den beiden Grünpflege-Beauftragten der Gemeinden Gauting und Krailling eine Infotafel am Parkfriedhof in Krailling angebracht haben. Immerhin werden bei der Pflege von Gräbern jährlich 20 bis 40 Liter von dem meist torfhaltigen Substrat verbuddelt, für die Neuanlage das Zehnfache. Dabei gäbe es längst viele andere torffreie Alternativen. Ganz druckfrisch konnte eine Händlerliste mit Läden, die im Landkreis torffreie Erden im Sortiment führen, präsentiert werden, die der Fachberater für Gartenkultur und Landespflege, Jürgen Ehrhardt für den Landkreis erstellt hat. Verbunden mit diesem Hinweis an den Friedhöfen ist die Hoffnung, dass die Anregung auch in die gärtnerische Praxis im Hausgarten Eingang findet.

Krailling und Gauting bleiben damit nicht allein: im gesamten Landkreis Starnberg sind viele andere Gemeinden und auch der Landkreis mit von der Partie, wenn es um aktiven Klimaschutz durch Moorschutz geht. Insgesamt beteiligen sich sechs Gemeinden und zwei Kirchenstiftungen an der Aktion, in der Summe werden insgesamt 36 solcher Schilder im Landkreis aufgehängt.

Die Kampagne „Gärtnern ohne Torf - aktiv für Moor- und Klimaschutz“ ist im Frühjahr 2014 vom Landratsamt gestartet worden. Sie soll deutlich machen, wie leicht jeder Einzelne durch bewusstes Einkaufsverhalten Natur- beziehungsweise Moorschutz - persönlich unterstützen kann. Wer für Garten und Blumenkästen Erde benötigt, findet im Handel eine große Auswahl. Was viele Hobbygärtner nicht wissen: die meisten dieser Produkte enthalten hohe Anteile an Torf, der aus Mooren entnommen wird. Dafür werden Moore entwässert und abgebaut. Torf wächst zwar nach, allerdings dauert es ungefähr 1.000 Jahre, bis ein Meter mächtiger Torfkörper entsteht. Beim Abbau werden dagegen in wenigen Jahren mehrere Meter dicke Torfschichten abgebaut; durch die Zersetzung des belüfteten Torfes (auch im Garten) entweichen riesige Mengen an Kohlendioxid (CO2). In Deutschland werden für den Garten- und Hobbygartenbau jährlich rund 12 Millionen Kubikmeter Torf verbraucht, das entspricht etwa 40.000 Hektar Moorflächen (rund 40.000 Fußballfelder). In Bayern ist der Torfabbau zwar weitgehend beendet; bei der anhaltend hohen Nachfrage nach Torf-Substraten wird der Abbau aber nur verlagert, beispielsweise nach Norddeutschland, ins Baltikum oder nach Russland.  

Torf hat ideale Eigenschaften als Pflanzensubstrat. Das Material ist locker, leicht durchwurzelbar, kann viel Wasser speichern, hat genügend Luftporen und enthält keine Unkrautsamen. Jedoch haben auch torffreie Ersatzsubstrate aus hochwertigen Rohstoffen vergleichbare Eigenschaften und Qualitätsmerkmale vorzuweisen. Das zeigen aktuelle Untersuchungen wie beispielsweise der Staatlichen Versuchsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan. Mehr Informationen unter www.landkreis-starnberg.de/torffrei.

 


Sie hoffen auf viele Nachahmer (von rechts): die Gautinger und Kraillinger Beauftragten für Grünordnung Susanne Kerley und Susanne Brittinger, die Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt vom Landratsamt, Bauhofmitarbeiter Francesco Simari und Kraillings dritte Bür-germeisterin Karin Wolf werben im Kraillinger Friedhof für die Verwendung von klimaschonenden torffreien Erden bei der Grabpflege.

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