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Tuberkulose Fragen und Antworten

Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tuberkulosebakterien hervorgerufen wird und am häufigsten die Lunge befällt. Von der Infektion können aber auch andere Organe betroffen sein. Die Krankheit kann bei Menschen und Tieren auftreten. Früher war die Tuberkulose auch als Schwindsucht bekannt.

Wie kann man sich mit Tuberkulose anstecken?

Die Infektion erfolgt von Mensch zu Mensch über die Atemwege. Aber nur, wenn die Erkrankung weit genug fortgeschritten ist und eine Verbindung zwischen infiziertem Gewebe und der Außenwelt besteht, ist die Möglichkeit einer Ansteckung gegeben. In diesem Fall spricht man von einer offenen Tuberkulose. Die Übertragung erfolgt in der Regel über die Luft durch Tröpfcheninfektion, wie Husten, Niesen oder Sprechen. Das Ansteckungsrisiko hängt ab von der Enge und der zeitlichen Dauer zu einer an offener Tuberkulose erkrankten Person.Erkrankte, bei denen keine Verbindung zur Außenwelt besteht, scheiden keine Erreger aus – man spricht dann von einer geschlossenen Tuberkulose.

Welche Symptome gibt es bei einer Erkrankung mit Tuberkulose?

Wenn die infektiösen Tuberkuloseerreger eingeatmet werden, können Entzündungsreaktionen in den Organen hervorgerufen werden. Am häufigsten ist davon die Lunge betroffen. Eine Tuberkuloseerkrankung macht sich am häufigsten durch einen lang andauernden Husten (länger als drei Wochen) bemerkbar. Dieser sollte dann umgehend von einem Arzt abgeklärt werden.
Oft erscheinen die Beschwerden aber eher harmlos und können in verschiedenen Formen, wie einem eingeschränkten Allgemeinbefinden, leichtem Fieber, einem grippalen Infekt, einer Gewichtsabnahme oder Nachtschweiß auftreten. Bei Verdacht auf Kontakt mit erkrankten Menschen sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Gibt es Risikogruppen?

Eine Erkrankung ist insbesondere bei Kindern, sehr alten oder besonders immungeschwächten Menschen möglich. Diese Risikogruppe trifft auf etwa 10 Prozent der Personen zu, die sich mit Tuberkulose angesteckt haben. 90 Prozent der Menschen, die sich angesteckt haben, bleiben aber gesund.

Was passiert bei einer Erkrankung mit Tuberkulose?

In Deutschland wird eine Primärprophylaxe gegen Tuberkulose bei Kindern oder besonders immungeschwächten Personen empfohlen. Sofern das Immunsystem gut funktioniert, werden die Bakterien abgekapselt und die Wahrscheinlichkeit einer späteren Erkrankung damit sehr gering.

An wen kann ich mich wenden?

Sollten Krankheitssymptome anhalten, oder ein lang anhaltender Husten nicht innerhalb von drei Wochen abgeklungen sein sollte ein Arzt kontaktiert werden. Gerade wenn ein intensiver Kontakt zu einer an offener Tuberkulose erkrankten Person bestanden hat, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Auskünfte erteilt auch das Gesundheitsamt Starnberg, Telefon 08151 148-900 sowie der Tuberkulose Fachberater der Regierung von Oberbayern Dr. Königstein 08122 581430

Wie erfolgt die Diagnose?

Bei dem Verdacht einer Infektion mit Tuberkuloseerregern erfolgt die Diagnose mit Hilfe eines Bluttests (Interferon-Gamma Release Assay-Test) oder Hauttests (Tuberkulintest). 

Ein neueres Verfahren ist der IGRA-Bluttest. Hier wird mit einer Blutprobe ein bestimmter Grenzwert getestet. Wird dieser Wert überschritten kann man von einem positiven Ergebnis ausgehen. Für ein absolut eindeutiges Ergebnis müssen aber weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Der Bluttest hat gegenüber dem Hauttest den Vorteil, dass er nicht von einer früheren Tuberkuloseimpfung beeinflusst wird und auch kein zweiter Termin zur Ablesung erfolgen muss.

Wie erfolgt die Behandlung?

Ziel einer Tuberkulose-Therapie ist die Abtötung aller Tuberkulosebakterien, damit die Krankheit ausheilen kann. Die Behandlung dauert in der Regel sechs Monate. Für die ersten zwei Monate erhalten Erkrankte eine Kombination aus mindestens vier Medikamenten. Von diesen vier Medikamenten werden nur zwei über die gesamte Behandlungszeit hinweg eingenommen. Selbst wenn sich der Betroffene kurz nach Therapiebeginn besser fühlt, oder keine Bakterien mehr nachgewiesen werden können ist es unbedingt erforderlich, die Medikamente täglich bis zum Ende der Therapie einzunehmen! Eine kurze oder nicht regelmäßig eingenommene Therapie kann zu einem Rückfall führen, der oft schwerer zu behandeln ist.

Im Allgemeinen ist die Tuberkulose eine gut behandelbare und heilbare Erkrankung.
Eine wichtige Voraussetzung ist die rechtzeitige Diagnose und die regelmäßige Einnahme der Medikamente.

Wie sieht die Situation in Bayern und Deutschland insgesamt aus?

Hierzu verweisen wir auf den Bericht des Robert Koch Instituts.

Zuständige Stelle
Gesundheitswesen

Dampfschiffstraße 2 a
82319 Starnberg
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08151 /148-999
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