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Aktion "Lass es blühen" - Wildblumensamen im Landkreis


Blumenwiesen erfreuen Mensch und Tier gleichermaßen und die Bienen zu retten ist derzeit sehr in Mode. Jeder, der möchte, kann selbst auch einen Beitrag zu einer insektenfreundlichen Gestaltung unserer Natur leisten. „Lass es blühen!“ lautet daher eine Aktion des Landratsamtes. Im Rahmen der Aktion hat das Landratsamt ausgewählte Samenmischungen für den einjährigen und mehrjährigen Anbau ausgegeben. Schmetterlings- und Wildbienensäume, eine Mischung, die blühende Landschaften verspricht, sowie eine einjährige Feldblumenmischung mit teilweise seltenen Arten der Ackerbegleitflora finden sich darunter.

Wildblumen säen - mehr Wildnis wagen

Unter dem Motto „Lass es blühen!“ gab es im April Samen-Tütchen mit hochwertigen, regionalen und besonders insektenfreundlichen Wildblumensamen. Da es oft nicht genügt, den Samen nur auf die Wiese zu streuen, gab es zusätzlich eine Beratung für eine erfolgreiche Aussaat. Der „Blüherfolg“ soll im Rahmen einer Fotoaktion festgehalten werden, zu der das Landratsamt einlädt. Demnächst finden Sie auf dieser Seite ein Teilnahmeformular.

„Auch wir lassen es blühen und planen eine insektenfreundliche Gestaltung und Pflege auf dafür geeigneten Landkreisflächen“, so Jürgen Ehrhardt. Das kostenlose Samenangebot war in Windeseile vergriffen, und es wird nicht nachbestellt. Denn Gartenbesitzer und aufmeksame Naturliebhaber können sich selber behelfen: indem sie zur Blühzeit und Samenreife selber die Samen von Malven und Königskerzen sammeln und zur erneuten Aussaat bringen. Geduld ist freilich gefragt, und auch eine Neigung zu Wildwuchs und unaufgeräumten Stellen im Garten erleichtert tatsächlich naturnahe und insektenfreundliches Gedeihen. Denn manche Pflanzen kommen erst im zweiten Jahr nach der Aussaat zum Blühen, und bleiben einem erhalten, wenn man dem wilden Aussamen eine Chance gibt. 

Sterile Gärten, akkurat geschnittene Hecken, penibel gestutzter Rasen und selbst im Frühjahr Laubbläser in Aktion statt Bienensummen: so sehen viele städtische, aber zunehmend auch ländliche Vorgärten im Landkreis Starnberg aus. Immerhin haben sich 30 % der Bevölkerung im Landkreis  für das Volksbegehren "Rettet die Bienen" zur Unterschrift auf den Weg gemacht hat, Wenn jetzt noch Taten folgen, bekommt die Artenvielfalt über die Unterschrift hinaus eine echte Chance. Immerhin umfassen in Deutschland die Privatgärten etwa 920.000 Hektar, während die Summe der Naturschutzgebiete 1.382.000 Hektar beträgt.

Ganz gleich, wie groß ein Hausgarten ist, jeder einzelne kann viel unternehmen, um die Vorgärten naturnaher und insektenfreundlicher zu gestalten. Vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, braucht weder finanzielle Mittel noch viel Platz. Orte mit Totholz, dürren Pflanzenstengeln, Sand und Steinen sollten dabei sein, auch heimische Sträucher und Hecken genauso wie die eine oder andere wilde, unaufgeräumte Ecke, damit Insekten und Vögel sich das ganze Jahr über wohlfühlen können. "Vielfalt verzaubert und heilt", sagt der promovierte Schmetterlingskundler Dr. Andreas Segerer in seinem Buch "Das grosse Insektensterben" (sehr lesenswert) und vermittelt eine Vorahnung davon, dass eine lebendige Vielfalt nicht nur Pflanzen und tierischen Lebewesen hilft, sondern insbesondere dem an Naturbezug mangelndem Homo consumens neue Natur-Erfahrungen und Glücksgefühle verschafft.

Der Landkreis sowie einige Gemeinden beteiligen sich auch an der Projektinitiative der Solidargemeinschaft Starnberger Land e.V. und des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Starnberg e.V. „Starnberger Land blüht auf“. Ziel dieser Aktion ist die nachhaltig naturnahe Gestaltung von kommunalen Grünflächen. Die Gemeinden wurden darüber bereits informiert, weitere Informationen folgen per Mail auf Anfrage.

Hier finden Sie eine Beschreibung der ausgegebenen Saat-Mischungen:

Beschreibung Samenmischungen
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"Tatort Garten" - Ausstellung im BN-Bildungszentrum Herrsching-Wartaweil im April

Mit der Fotoausstellung "Tatort Garten - Ödnis oder Oase" sollte der Blick des Betrachters geschärft werden für das, was in neuerer Zeit in seiner Umgebung zum Schaden für die Natur und der ihr innewohnenden Ästhetik geschieht: Gärten in Siedlungsräumen, seien sie zur Straße hin geöffnet oder hinter mannshohen Mauern verborgen, fallen mehr und mehr einer Versteinerung anheim. Dabei werden bewusst zwei Pole „Ödnis“ und „Oase“ gegenübergestellt. Freche Verse in Reimform bringen die Aussagen der Bilder auf den Punkt z.B. "Blickdicht sei der Gartenzaun, denn er verbirgt so manches Graun" ... Wollen Sie die Ausstellung in Ihren Ort holen? Hier geht's zu den Ausleihbedingungen:

https://www.bund-naturschutz.de/umweltbildung/oekostationen/wartaweil/detail/termin/ausstellung-tatort-garten.html

Veranstaltungen zu Artenvielfalt und Naturnahen Gärten

Im Rahmen des Netzwerkes Naturgarten finden sich immer wieder aktuelle  Veranstaltungen, Referenten und Tipps: Netzwerk Naturgarten

Selber gärtnern: säen, pflanzen, ernten: mit den Sonnenäckern von UNSER LAND wird's möglich

Die Solidargemeinschaft UNSER LAND Starnberg bietet auch 2019 wieder die Möglichkeit, auf mehreren Standorten im Landkreis eigenes Gemüse und Blumen anzubauen. Gegen eine kleine Pachtgebühr dürfen Sie mit Ihren eigenen Händen dem Boden die Ernte abringen, in guter Gemeinschaft mit anderen Sonnenäcker-Gärtner/-innen. Mehr Informationen unter Sonnenäcker von UNSER LAND


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