Bikesharing-System MyRadl
Fünf Kommunen im Landkreis Starnberg sind Teil des neuen Bikesharing-Systems MyRadl
Das regionale Bikesharing-System MyRadl startet ab Frühjahr 2026 im MVV-Verbundraum mit geplanten knapp 1.000 Standorten und rund 6.800 Fahrrädern. Im Landkreis Starnberg sind die Gemeinden Gauting, Gilching, Herrsching, Seefeld und Weßling dem System beigetreten. Gilching startet schon in diesem Frühjahr, die anderen Gemeinden folgen 2027. Damit werden im Landkreis 64 mechanische Fahrräder sowie 22 Pedelecs an 12 Stationen zur Verfügung stehen. „MyRadl ergänzt unser bestehendes ÖPNV-System. Es schließt die Lücke von der Bus- oder der Bahnhaltestelle zum Wohnort, zum Arbeitsplatz oder einem anderen Ziel im Ort“, erklärt Landrat Stefan Frey.
Ein Fahrrad an einer MyRadl-Station ausleihen, radeln und an einer beliebigen MyRadl-Station wieder abgeben. Das ist das Konzept des neuen Bikesharing-Systems im MVV-Verbundgebiet. Koordiniert wird der Systemstart und Betrieb von der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) und bildet zugleich die Schnittstelle zwischen den Kommunen und dem Betreiber nextbike GmbH. Dadurch entsteht in der gesamten Region ein attraktives Nahverkehrsangebot, das Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr gut miteinander verknüpft.
Während die Gemeinde Gilching bereits dieses Frühjahr insgesamt mit drei Stationen und 22 mechanischen Fahrrädern sowie sechs Pedelecs an den Start geht, haben nun weitere Kommunen im Landkreis Starnberg beschlossen, dem System beizutreten und im Frühjahr 2027 ihre Stationen zu eröffnen. Dazu zählen die Gemeinde Herrsching mit fünf mechanischen Fahrrädern und zehn Pedelecs an insgesamt zwei Stationen, die Gemeinde Seefeld mit sechs mechanischen Fahrrädern und vier Pedelecs an einer Station, die Gemeinde Weßling mit 25 mechanischen Fahrrädern an vier Stationen sowie die Gemeinde Gauting mit sechs mechanischen Fahrrädern und zwei Pedelecs an zwei Stationen.
Für den Landkreis Starnberg stellt dieses System einen erheblichen Mehrwert dar: Insbesondere der nördliche und nordwestliche Teil des Landkreises wird durch das Bikesharing-System erstmals flächendeckend erschlossen. Davon profitieren neben Pendlerinnen und Pendlern sowie Touristinnen und Touristen vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger im Alltag. Die geplanten Stationen orientieren sich entlang der S-Bahnlinien S6 und S8 und ermöglichen durch gezielte Gegenstationen unter anderem direkte Verbindungen in die Gewerbegebiete von Weßling und Gilching. Gleichzeitig steht das Angebot für ein zeitgemäßes Mobilitätsverständnis: unterschiedliche Verkehrsmittel flexibel miteinander zu kombinieren, statt sich dauerhaft festzulegen. Als intelligente Schnittstelle zwischen Fahrrad, Bus und S-Bahn erleichtert das System die Organisation der letzten Meile erheblich und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs.