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Presseinformation vom 11.07.2025:

Aktuelle Energiedaten für den Landkreis Starnberg

Aufwärtstrend und hoffnungsvoller Ausblick


Erneut ein leichter Rückgang beim Verbrauch von Strom und Erdgas, ein stetiger Zuwachs bei Photovoltaik und stabile Erträge der Berger Windräder - Das Landratsamt stellte im Umweltausschuss des Kreistages jetzt aktuelle Energiedaten für den Landkreis Starnberg vor. „Auch wenn sich leider nicht immer alle Projekte realisieren lassen – wie wir im letzten Jahr vor allem bei der Windkraft im Landkreis erfahren mussten – sind wir doch auf einem ganz guten Weg. Damit die Energiewende im Landkreis gelingt, brauchen wir aber weiterhin alle Varianten erneuerbarer Energien. Und wir dürfen das Thema Energieeinsparung nicht vergessen“, lautet das Fazit von Landrat Stefan Frey zu den aktuellen Energiedaten.

Bereits seit mehreren Jahren ist der Erdgas- und auch der Stromverbrauch im Landkreis rückläufig. „Ein erfreulicher Trend für den Klimaschutz“, sagt Herbert Schwarz von der Fachstelle Energie und Klimaschutz im Landratsamt. „Grund hierfür ist sicherlich der stetige Ausbau der Erneuerbaren Energien, aber auch die Einsparbemühungen von Bevölkerung und Wirtschaft aufgrund der gestiegenen Energiepreise“.

Weiterhin Zuwächse sind dagegen bei der Photovoltaik zu verzeichnen: Wie die Auswertung des Marktstammdatenregisters und der Netzbetreiberdaten zeigt, sind im Landkreis aktuell etwa 8.600 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von gut 137.000 kWp in Betrieb. Eine Steigerung von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch bei den Stromspeichern geht es voran, denn etwa 80 Prozent aller PV-Anlagen werden inzwischen mit Batterie und Energiemanagementsystem installiert. „Das erhöht die eigene Autarkie und hilft auch, die Stromnetze zu entlasten“, so Schwarz. Wer wissen möchte, ob sich sein Dachflächen für eine Photovoltaik- und Solarthermieanlage eignen, kann das ganz leicht mit dem Solarkataster des Landratsamtes unter www.lk-starnberg.de/solarkataster herausfinden.

Solarmodule auf den Dächern tragen dabei gut 75 Prozent, die aktuell zehn PV-Freiflächenanlagen im Landkreis etwa 23 Prozent zum Solarstromertrag bei. Aber auch die so genannten Balkonmodule – derzeit über 1.300 gemeldete Anlagen – spielen eine zunehmend wichtige Rolle. „Damit können auch alle, die nicht über ein eigenes Dach verfügen, ganz einfach ihren eigenen Solarstrom produzieren und sich so zumindest ein Stück weit unabhängiger machen“, so Herbert Schwarz.

Auch die vier Berger Windräder steuerten in dem relativ schwachen Windjahr 2024 fast 24 Millionen Kilowattstunden bei, der Beitrag von Wasserkraft und Biomasse ist dagegen relativ gering. Insgesamt liegt der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch im Landkreis inzwischen bei knapp 25 Prozent.

Einen kurzen Ausblick in die energetische Zukunft des Landkreises gab es ebenfalls: Wenn alle derzeit im Landkreis geplanten Windkraftanlagen (max. 12 Stück) und PV-Freiflächenanlagen (ca. 8 Stück) realisiert und sich zudem die PV-Dachanlagen nochmals verdoppeln würden, wäre das Ziel von 100 Prozent Erneuerbaren Energien am aktuellen Stromverbrauchs fast erreicht.

Nähere Infos unter www.lk-starnberg.de/energiebericht.

 



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