Seiteninhalt
Presseinformation vom 15.09.2025:

Neues Gymnasium in Herrsching

Schlüsselübergabe und Amtseinführung


Nach über einem Jahrzehnt der Planung ist es nun endlich so weit, das Gymnasium in Herrsching nimmt am 16. September seinen Schulbetrieb auf. Das vierzügige Gymnasium bietet eine Kapazität für etwa 1.100 Schüler. Zum Schulstart 2025/2026 beginnen die Klassen 5 bis 9 mit einer Gesamtschülerzahl von 585 Schülern. Am 15. September fand die Übergabe des Gymnasiums an die Schulleiterin Frau Dr. Eva Weingandt sowie deren Amtseinführung als Schulleiterin statt.

Am 15. September um 10.00 Uhr sah man vor dem Eingang des Gymnasium Herrsching nur strahlende Gesichter. Im Beisein von Herrschings Bürgermeister Christian Schiller, Mitgliedern des Fördervereins Gymnasium Herrsching, den Architekten Ellen Dettinger, Prof. Felix Schürmann und dem Projektteam schürmann dettinger architekten, Kreiskämmerer Stefan Pilgram, Altlandrat Karl Roth, Dr. Ute Eiling-Hütig (Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag) und dem Lehrerkollegium überreichte Landrat Stefan Frey Dr. Eva Weingandt am Eingang zum Schulgebäude feierlich den Schlüssel. Landrat Stefan Frey: „Wir haben es hinbekommen. Das freut mich wirklich sehr! Unser neues Gymnasium in Herrsching öffnet seine Türen, ein herausragendes Ereignis für unseren Landkreis. Hand in Hand haben parteiübergreifend alle politisch Verantwortlichen für unsere Region einer neuen Bildungseinrichtung den Weg geebnet, die sich sehen lassen kann. Darauf dürfen wir stolz sein! Mein Dank gilt allen, die sich für diese Schule unermüdlich und über ein Jahrzehnt hinaus eingesetzt haben! Damit erhält das Christoph-Probst Gymnasium in Gilching die so notwendige Entlastung. Und wir können unserer Aufgabe gerecht werden, zusammen mit allen anderen weiterführenden Schulen im Landkreis den Schülerinnen und Schülern unseres Landkreises eine schulische Heimat zu geben.“

Herrschings Bürgermeister Christian Schiller lässt seinen Blick zurückschweifen: „Es erfüllt mich mit großer Freude und Stolz, dass unser Gymnasium nun offiziell an die Schulleitung übergeben werden kann. Damit geht eine lange Zeit intensiver Arbeit zu Ende, in der sich auch der Herrschinger Gemeinderat und ich mich über 17 Jahre hinweg mit großem Engagement für dieses Ziel eingesetzt haben. Das Ergebnis ist eine wertvolle Investition in die Zukunft, die unsere Gemeinde und die Region für junge Familien noch attraktiver macht und endlich den dringend benötigten Bedarf an gymnasialen Schulplätzen deckt. Mit diesem Tag dürfen wir zugleich feiern, dass in Herrsching nun alle weiterführenden Schulen vertreten sind. Ich wünsche der Schulleitung immer eine glückliche Hand und dieser Schule eine erfüllende Zukunft.“

Für die schulerfahrenen Architekten mit der Teamleitung Tobias Pretscher war die Planung des Landkreisprojektes eine besonderes Anliegen. Die Planungen entwickelten ein bereits im Vorfeld formuliertes pädagogisches Leitbild fort, bei dem die Individualität der einzelnen Schüler in den Mittelpunkt gerückt wird. Das neue Schulgebäude bietet dafür nicht nur den pädagogischen, sondern auch den besonderen architektonischen Rahmen. Mit der Verwendung nachhaltiger Holz-Konstruktionen und Materialien, sowie mit einem haustechnischen Konzept, das weitestgehend auf dem Einsatz erneuerbarer Energien basiert – Sonnenenergie und Erdwärme, leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zu klimaschonender Architektur. Prof. Felix Schürmann: „Unser Anspruch war, das Haus zu einem starken Beitrag im Leben der Schule als Ort des Hineinwachsens junger Menschen in eine zukünftige Gesellschaft zu entwickeln. Zusammen mit der besonderen Qualität des Grundstücks und seiner Lage in Nachbarschaft zum Ammersee ist ein Lernort von hoher Wertschätzung gegenüber der Schulfamilie und besonderem Respekt vor dem Wirken einer Schule entstanden.“

Nach den Grußworten wurde Dr. Eva Weingandt als erste Direktorin des neu erbauten Gymnasium Herrsching offiziell ins Amt eingeführt. Die Ernennungs-urkunde überreichte Brigitte Grams-Loibl (Ministerialbeauftragte für die Gymnasium Oberbayern).

Die Freude über den Schulstart war allen Anwesenden anzumerken. Hat sich das Schulprojekt doch einige Jahre hingezogen. Nach über einem Jahrzehnt der Planungen wurde im Oktober 2022 der Grundstein für das Schulgebäude am Mühlfeld gelegt. Nun wird das nach dem Lernhauskonzept geplante Gymnasium mit zwei Ausbildungsrichtungen als vierzügige Ganztagsschule mit innovativen Räumlichkeiten und zukunftsweisenden Konzepten den Bildungsstandort Landkreis Starnberg stärken. Die durchdachte Raumplanung fördert flexible Lernformen und schafft eine inspirierende Lernatmosphäre. Das neue Gymnasium bietet jungen Menschen vor Ort beste Lernbedingungen – nachhaltig, zentral und mit einem einzigartigen architektonischen Charakter, der Holz als prägendes Element in den Vordergrund rückt.

Für Dr. Eva Weingandt ist das Gymnasium „ein Lernort für die Zukunft, der Bildungskonzept und Architektur in perfektem Einklang verbindet“. „Wir gestalten einen Lern- und Lebensraum für unsere Schülerinnen und Schüler, bei dem gymnasiales Lernen auf hohem Niveau im Mittelpunkt steht. Als Gymnasium legen wir Wert auf fachliche Exzellenz und eine Tiefe der Inhalte. Unsere Schülerinnen und Schüler schließen mit dem Abitur ab, d. h. dass darüber hinaus die Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts im Zentrum stehen. Unsere Schülerinnen und Schüler werden in den Bereichen Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken kompetent. Die Aufgabe des Teams Gymnasium Herrsching ist dabei, optimale Bedingungen dafür zu schaffen. Wir alle gemeinsam arbeiten im Team am Aufbau einer positiven Lern- und Leistungsumgebung und entsprechenden Arrangements. Ich bin sehr glücklich, dass wir ein innovationsfreudiges, gut gelauntes Team haben, das so richtig Lust hat einen Lernort 2030+ zu gestalten. Wir freuen uns sehr, morgen unsere Schülerinnen und Schüler zu begrüßen, denn ihr Wohl und ihr Lernerfolg steht für uns im Mittelpunkt!“

Beim Lernhaus-Konzept sind räumliche und pädagogische Planung optimal aufeinander abgestimmt. Durch sein flexibles und multifunktionales Raumkonzept und die Gliederung in kleinere, autarke Einheiten ermöglicht das Konzept die Umsetzung einer modernen Lernkultur und eine engere Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren. Die Jahrgangsstufen 5 bis 7 beziehen Lernhäuser mit familiärer Atmosphäre. Ein Lernhaus besteht aus mehreren Instruktionsräumen und Freiarbeitsflächen, um einen zentralen „Marktplatz“ gruppiert, sodass viele Lernmöglichkeiten und attraktive Lernorte entstehen. Ab Jahrgangsstufen 8 bis 13 lernen die Schülerinnen und Schüler in Fachlandschaften (Sprachen, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Gesellschaftswissenschaften). Für jede Jahrgangsstufe stehen darüber hinaus großzügige Aufenthaltsräume zur Verfügung.

Die Teamräume für die Lehrkräfte und für Ganztagspersonal befinden sich als Arbeits- und Rückzugsort in den Lernhäusern und in den Fachwelten. Darüber hinaus stehen attraktive Fachräume für Informatik, Musik und Kunst zur Verfügung. Für den Sport gibt es eine Dreifachhalle, einen Fitnessraum, Außensportanlagen und die freie Natur. Mit dem Raum der Stille bietet sich eine Möglichkeit für Rückzug und Mediation. Veranstaltungen können in der modern und flexibel ausgestatteten Aula durchgeführt werden. Eine zum See ausgerichtete Bibliothek lädt zum Lesen oder auch Verweilen ein. Fürs leibliche Wohl wird in der Mensa mit Außenbereich und am Kiosk gesorgt. Neben den Teamräumen der Lehrkräfte stellt das Lehrerzimmer einen Ort des Zusammenkommens und der Kommunikation dar. Ein offen gestaltetes Direktorat und Sekretariat sind Grundlage zur Umsetzung des Teamgedankens auf allen Ebenen. Das Herrschinger Modell der Ganztagsschule sieht einen fest rhythmisierten Ganztag für die Unterstufe (Jahrgangsstufen 5 bis 7) vor.

Zum Schulbeginn am 16. September werden noch nicht alle Teile der Schule in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine Teilinbetriebnahme. Dies ist sinnvoll und möglich, weil von den bei Vollauslastung des Gymnasiums möglichen Schülern zum Schuljahresbeginn 2025/26 nur gut die Hälfte starten (Jahrgänge 5 bis 9). In Betrieb gehen in den beiden Obergeschoßen zwei von vier Lernhäusern (Lernhäuser A und B), im Erdgeschoß die zentrale Aula, die Verwaltung, das Lehrerzimmer sowie Werk- und Kunsträume. Im Untergeschoß wird der größte Teil der Tiefgarage in Betrieb genommen. Die Dreifachsporthalle wird voraussichtlich Ende September in Betrieb gehen. Die Herstellung der Freisportflächen im Süden der Sporthalle wird erst im kommenden Jahr erfolgen. Die Fläche des großen Rasenspielfeldes wird noch bis zum Jahreswechsel als Baustelleneinrichtungsfläche für die verbleibenden Bauabschnitte benötigt. Ganz im Süden des Grundstücks beginnen jetzt die Arbeiten für die Erstellung der Buswendeschleife, die dann auch im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden soll. 

 

Schlüsselübergabe und Amtseinführung
v.l. Kreiskämmerer Stefan Pilgram, Altlandrat Karl Roth, die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag Dr. Ute Eiling-Hütig, Herrschings Bürgermeister Christian Schiller, Schulleiterin Dr. Eva Weingandt, Landrat Stefan Frey, Architekt Prof. Felix Schürmann, stellvertretende Schulleiterin Claudia Wolff-Lieser, Architektin Ellen Dettinger sowie Dr. Sonja Sulzmaier und Jens Waltermann vom Förderverein Gymnasium Herrsching e.V.

Pressefoto

Schlüsselübergabe und Amtseinführung
  • Bildbezeichnung: Schlüsselübergabe und Amtseinführung
  • Bild-ID: 2235.3149.1
  • Dateityp: Jpeg Grafik
  • Dateigröße: 4 MB
  • Bildmaße: 2880 * 1920 Pixel
  • Bild herunterladen

 


Zuständige Stelle

BürgerService
Fachbereich 10

Strandbadstraße 2
82319 Starnberg

08151 148-77148
08151 148-11160
buergerservice@LRA-starnberg.de
Internet: https://www.lk-starnberg.de/10

Servicezeiten

Persönliche Besuche nach vorheriger Terminvereinbarung.

Montag: 8 Uhr bis 16 Uhr
Dienstag: 8 Uhr bis 16 Uhr
Mittwoch: 8 Uhr bis 14 Uhr
Donnerstag: 8 Uhr bis 18 Uhr
Freitag: 8 Uhr bis 14 Uhr