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Presseinformation vom 12.07.2019:

Ausstellung im Landratsamt

100 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräber e. V.

»Europa, der Krieg und ich«

Am Montag, den 15. Juli wird um 12.30 Uhr die Ausstellung „Europa, der Krieg und ich“ im Foyer des Landratsamt Starnberg eröffnet. Die Ausstellung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber e. V. ist aus Anlass seines 100jährigen Bestehens auf Wanderschaft und macht Stopp im Landratsamt. Die Ausstellung kann bis 29. Juli zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes besichtigt werden.  

Die Ausstellung spannt den weiten Bogen vom Beginn der Kriegsgräberfürsorge in Europa im späten 19. Jahrhundert, über die konkreten Aufgaben, die aus dem massenhaften Sterben in den beiden Weltkriegen erwuchsen, hin zu der „Versöhnung über den Gräbern“ und den heutigen ersten Ansätzen gemeinsamen europäischen Gedenkens. Die Ausstellung macht deutlich, dass Krieg kein weit entferntes Phänomen ist, sondern sehr rasch real werden kann. Sie soll die Besucher vor die ganz persönlichen Fragen stellen: Was kann ich tun für meine und die kommenden Generationen? Wie kann ich beitragen für ein friedliches Zusammenleben 

Die Ausstellung hat 21 inhaltliche Schwerpunkte. Die Kernarbeitsbereiche des Volksbundes und wichtige Etappen der Verbandsgeschichte werden dargestellt. Es geht um die Toten-Umbettung und Identifizierung, Gestaltung von Kriegsgräberstätten, nationale und internationale Workcamps, Spendenaktionen, Initiativen für Friedensarbeit und Fragen der Erinnerungs- und Gedenkkultur. 

Der Volksbund blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück, die untrennbar mit der deutschen Geschichte in diesem Zeitraum verbunden ist. Gegründet im Dezember 1919 als privater Verein zur Pflege der Soldatengräber des Ersten Weltkrieges, übernahm er im Laufe des 20. Jahrhunderts zunächst die Aufgabe, sich um die Gräber der gefallenen deutschen Soldaten und um die Betreuung der Angehörigen zu kümmern. Er hat das Gefallenengedenken nach den beiden Weltkriegen maßgeblich geprägt und den Wandel der deutschen Erinnerungskultur mitgestaltet. Heute umfasst Kriegsgräberfürsorge die Sorge um die Gräber aller Toten von Krieg und Gewaltherrschaft, das öffentliche Gedenken und Mahnen für den Frieden sowie eine auf Friedensfähigkeit und Verständigungsbereitschaft zielende Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit.

 


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