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Landkreis will Vorreiter sein

Wer selber schon einmal in der Situation war, für sich oder seine Angehörigen eine Pflegeleistung oder einen Pflegeplatz zu organisieren, wird es wissen: Das Angebot ist groß, die Unterschiede ebenso und mit Anträgen und Zuschüssen der Pflegekasse zurechtzukommen ist auch nicht gerade leicht. Um hier eine kompetente und neutrale Anlaufstelle zu schaffen, will der Landkreis Starnberg einen Pflegestützpunkt einrichten. Der Sozialausschuss des Landkreises hat der Einrichtung bereits zugestimmt. Das letzte Wort hat der Kreistag in seiner Sitzung am 27. Juli. Für Landrat Stefan Frey eine Herzensangelegenheit.

Pflegestützpunkte leisten Beratung in allen Angelegenheiten der Pflege von pflegebedürftigen Menschen. Neben der Auskunft über die Inanspruchnahme von Hilfen und Sozialleistungen, die bei Pflegebedürftigkeit zur Versorgung der pflegebedürftigen Person beansprucht werden können, wird auch ein umfassendes Case-Management angeboten. Das heißt, dass durch die Vernetzung der Hilfemöglichkeiten das gesamte Leistungsspektrum für Pflegebedürftige, zugeschnitten auf den Einzelfall, koordiniert werden kann. Die Einrichtung des Pflegestützpunktes soll auch zur Vernetzung der im Pflegebereich tätigen Organisationen beitragen, damit die Pflegestruktur im Landkreis aufrechterhalten und ausgebaut werden kann.

Ende 2019 hat der Bayerische Landtag die Grundlage für die Errichtung von Pflegestützpunkten in Bayern geschaffen. Gleichzeitig haben die Kommunalen Spitzenverbände mit den Pflegekassen und Krankenkassen Rahmenverträge zur Arbeit und Finanzierung der Pflegestützpunkte geschlossen. Landrat Stefan Frey möchte die vom Landesgesetzgeber eröffnete Möglichkeit, von den Kranken- und Pflegekassen die gemeinsame Errichtung eines Pflegestützpunktes zu verlangen, unbedingt wahrnehmen. „Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Wie oft bekommt man es mit, dass Freunde und Bekannte quasi über Nacht in die Situation kommen, für einen Angehörigen Pflegeunterstützung zu bekommen. Immer wieder höre ich die Fragen: Wer macht das? Was kostet das? Können wir uns das leisten? Hier eine Anlaufstelle zu haben, die weiterhilft, berät und auch koordiniert, das wäre eine große Hilfe und Erleichterung.“

Ein vom Landkreis eingerichteter Pflegestützpunkt hat den Vorteil, dass die Beratung wohnortnah, kostenlos und neutral aus einer Hand kommt.

In seiner Sitzung am 8. Juli hat der Sozialausschuss des Landkreises einen entsprechenden Empfehlungsbeschluss an Kreisausschuss und Kreistag getroffen. Der Pflegestützpunkt soll 2021 seinen Betrieb aufnehmen. Der Landkreis bekräftigt damit den politischen Willen, die pflegerische Versorgung der Landkreisbevölkerung weiter zu optimieren. Da in Bayern derzeit erst neun Pflegestützpunkte existieren, würde der Landkreis Starnberg damit auch eine Vorreiterrolle übernehmen.

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