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Es gibt allgemein bildende und berufliche Förderschulen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Sie sind entsprechend dem unterschiedlichen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler nach Förderschwerpunkten gegliedert:
- Sprache
- Lernen
- emotionale und soziale Entwicklung
- Hören
- Sehen
- körperliche und motorische Entwicklung
- geistige Entwicklung

Förderschulen zeichnen sich durch ihre spezielle sonderpädagogische Fachlichkeit und ihre mit der Heilpädagogik und ggf. der geistigen Medizin vernetzten Strukturen aus. Berechtigt zum Besuch der Förderschule im Sinne eines Wahlrechts sind nach Art. 41 Abs. 1 Satz 2 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) Schülerinnen und Schüler, die einer besonderen sonderpädagogischen Förderung bedürfen, ansonsten nur im Rahmen der offenen Klassen. Eine Pflicht zum Besuch der Förderschule sieht das BayEUG nur in Ausnahmefällen vor, wenn andernfalls die Entwicklung des Kindes gefährdet ist und/oder die Rechte anderer Mitschülerinnen oder Mitschüler (insbesondere das Recht auf körperliche Integrität) erheblich beeinträchtigt werden.

Im Zuge der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Novellierung des BayEUG in der Fassung vom 1. August 2012 ist nunmehr der grundsätzlich gleichberechtigte Zugang aller Schulpflichtigen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf zur allgemeinen Schule vor Ort gesetzlich festgelegt. Ziel des inklusiven Schulsystems ist, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Bedarf noch stärker als bislang gemeinsam lernen und ihr soziales Miteinander noch selbstverständlicher wird. Die Lernziele der Regelschule müssen nicht zwingend erreicht werden. Die Lehrkräfte der Förderschulen unterstützen die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der Regelschule (durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste aber auch vor Ort mit dem Profil der "Inklusion").  

Die Förderschule zeichnet sich durch ein spezielles Förderangebot aus, das neben einer behindertenspezifischen Raum- und Sachausstattung über kleinere Klassen und speziell ausgebildete Lehrkräfte für Sonderpädagogik und sonstigen Fachkräften (insbesondere Heilpädagogik) verfügt.

http://www.stmuk.bayern.de/epaper/Inklusion_2011/index.html

Den Schülerinnen bzw. Schülern mit Förderbedarf und ihren Erziehungsberechtigten stehen damit grundsätzlich verschiedene schulische Bildungswege zur freien Wahl. Sie werden bei ihrer Entscheidung über den im Einzelfall richtigen Weg durch die Schulen und die zuständigen staatlichen Beratungsstellen beraten. Die Eltern müssen abwägen, welcher Weg - Regelschule oder Förderschule - für ihr Kind zum jeweiligen Zeitpunkt der richtige ist. Die Annahme in die Förderschule schließt den späteren Wechsel an die Regelschule nicht aus und umgekehrt.  

Noch nicht schulpflichtige Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten auch im Hinblick auf ihre Schulfähigkeit sonderpädagogischer Unterstützung bedürfen, sollen, sofern nicht bereits entsprechende außerschulische Maßnahmen (z.B. im Kindergarten, in Frühförderstellen, zu Hause) vorhanden sind, in den letzten drei Jahren vor dem regelmäßigen Beginn der Schulpflicht in Schulvorbereitenden Einrichtungen gefördert werden. Soweit eine spezielle sonderpädagogische Unterstützung benötigt wird, können die fachlich entsprechenden Förderschulen bei anderweitig nicht gedecktem Bedarf Mobile Sonderpädagogische Hilfe leisten (Artikel 22 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen).

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten (z.B. für den Besuch einer Tagesstätte oder eines Heimes) Eingliederungshilfe (Behinderte Menschen, Hilfen für) nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuchs VIII oder des Sozialgesetzbuchs XII (Sozialhilfe); ferner kommen Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz in Betracht (Kriegsopferfürsorge). Soweit Heimkosten oder eine Familienunterbringung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht im Rahmen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII oder dem Sozialgesetzbuch VIII übernommen werden müssen, wird auf Antrag ein staatlicher Zuschuss nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz gewährt, um den Besuch der Förderschule sicherzustellen. Wegen der Hilfe im Vorschulalter siehe auch Behinderte Kinder, Frühförderung und Frühbehandlung

Artikel 25, 26 Bayerisches Schulfinanzierungsgesetz; §§ 53 ff. Sozialgesetzbuch XII; § 27d Bundesversorgungsgesetz in Verbindung mit §§ 53 ff. Sozialgesetzbuch XII; § 35a Sozialgesetzbuch VIII

Sozialhilfeverwaltungen, Kriegsopferfürsorgestellen und Jugendämter bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten, Zentrum Bayern Familie und Soziales Hauptfürsorgestelle, Bezirke, Schulämter, Förderschulen

http://www.km.bayern.de/km/schule/schularten/allgemein/foerderschule/index.html

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