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Zu den nichtdeutschen Zuwanderer gehören auch heimatlose Ausländer, Asylberechtigte, Kontingentflüchtlinge, jüdische Emigranten, Flüchtlinge und Asylbewerber.

Heimatlose Ausländer sind fremde Staatsangehörige oder Staatenlose, die der Internationalen Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen unterstehen, nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Grundgesetz sind und nicht am 30.06.1950 ihren Aufenthalt im Bundesgebiet hatten. Wer seine Staatsangehörigkeit von einem heimatlosen Ausländer ableitet und im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes zur Neuregelung des Ausländerrechts rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes hatte, steht einem heimatlosen Ausländer im Sinne dieses Gesetzes gleich.

Asylberechtigte sind politisch Verfolgte im Sinne des Artikels  16a Grundgesetz sowie die ihnen gleichgestellten Ehegatten und minderjährigen ledigen Kinder.

Flüchtlinge sind Personen, die nicht in einen Staat abgeschoben werden dürfen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit wegen ihrer Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung bedroht ist.

Jüdische Emigranten: Nach einer Vereinbarung der Ministerpräsidenten der Länder können seit dem 15.02.1991 jüdische Emigranten aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland aufgenommen werden. Die Rechtsstellung ergibt sich aus dem Aufenthaltsgesetz (§ 23 Aufenthaltsgesetz). Durch Beschlüsse der Konferenz der Innenminister der Länder wurde die Aufnahme dieser Migrantengruppe inzwischen neu geregelt.

Asylbewerber sind Zuwanderer, die in der Bundesrepublik gemäß § 13 Asylverfahrensgesetz einen Antrag gestellt haben, über deren Antrag aber noch nicht entschieden worden ist.

Kontigentflüchtlinge sind Personen, die im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind. Die festgelegten Kontigente werden gleichmäßig auf die einzelnen Bundesländer verteilt.

Hilfen, soziale Leistungen

Heimatlose Ausländer, Asylberechtigte, Flüchtlinge und Kontingentflüchtlinge sind bezüglich sozialer Versorgung den deutschen Staatsangehörigen weitgehend gleichgestellt. Dies gilt insbesondere bei Arbeitslosigkeit, für die Sozialversicherung und Ausbildungsförderung sowie die Gewährung von Sozialhilfe und Krediten, Bürgschaften und Zuschüsse zur Gründung und Sicherung der Existenz. Zur Eingliederung in Schule, Beruf und Gesellschaft sowie zur Sprachförderung werden ihnen Deutschkenntnisse vermittelt (Integration von Zuwanderern).

Im Falle der Hilfsbedürftigkeit erhalten diese Ausländer mit gesichertem Aufenthaltsstatus Leistungen nach §§ 7, 8 Sozialgesetzbuch II oder nach § 23 Sozialgesetzbuch XII.

Kreisfreie Städte (Sozialamt) Asylbewerber und Ausländer ohne oder mir nur vorübergehendem Aufenthaltsstatus erhalten im Falle der Hilfsbedürftigkeit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.


Neben Sachleistungen wird ein Geldbetrag zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse geleistet. Leistungen werden im Regelfall nur dann gewährt, wenn die Asylbewerber vor Leistungsbeginn ihr gesamtes Vermögen und Einkommen aufgebraucht haben. Kindergeld wird während der Dauer des Asylverfahrens nicht gewährt.

Regierungen, Landratsämter, kreisfreie Städte, Bundespolizei, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Agenturen für Arbeit. Rückkehrhilfen, Rückkehrberatung

Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen oder (Spät-)Aussiedler, Asylbewerber, Flüchtlinge oder Kontigentflüchtlinge, die Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Arbeitslosigkeit) oder Sozialgesetzbuch VII (Sozialhilfe) beziehen, können mit Unterstützung des Freistaates Bayern in ihre Heimatländer zurückkehren. Sie können sich bei Fragen bzgl. der freiwilligen Rückkehr an die bayerischen Rückkehrberatungsstellen wenden (Rückkehrberatung). Neben Informationen und Kontaktvermittlungen erhalten ausschließlich Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz z. B. auch finanzielle Unterstützung bei einer freiwilligen Rückkehr oder Hilfe beim Aufbau einer beruflichen Existenz.

Zentrale Rückkehrberatungsstellen Nord (Nürnberg), Süd (Augsburg) und West (Würzburg) und Rückkehrberatungsstelle der Landeshauptstadt München, Büro für Rückkehrhilfen (Projekt Coming Home)

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