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Klimaschutz geht alle an. Der Landkreis Starnberg hat sich bereits 2005 verpflichtet, bis zum Jahr 2035 klima-neutral zu werden. Jeder noch so kleine Schritt und viele Maßnahmen im Alltag können mithelfen, dieses Ziel zu erreichen. Deshalb ruft der Landkreis in diesem Jahr zum „Gärtnern ohne Torf“ auf und möchte die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, hier nach ihren Kräften mitzuwirken. Landrat Karl Roth und Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer Hirt gaben heute den Startschuss für die Kampagne „Gärtnern ohne Torf – aktiv für Moor-und Klima-schutz“. Mit Führungen und Vorträgen soll der Moor- und Klimaschutz ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Die Aktion wird von verschiedenen Verbänden und Fachstellen getragen und unterstützt.


Früher wurde der Torf aus der Not heraus zum Heizen abgebaut, man sagte „gestochen“, deshalb die Bezeichnung Torfstich. Spuren davon kann man heu-te noch an vielen Orten im Landkreis wie beispielsweise in Andechs oder Gil-ching besichtigen und manch älterer Bürger wird sich an schweißtreibende Arbeitseinsätze im Torfstich erinnern. Heute wird Torf wegen seiner Eigenschaft, Luft und Wasser zu speichern, als Gartenerde und Blumensubstrat im großen Stil abgebaut – weniger direkt vor unserer Haustüre, sondern in Nord-deutschland und immer mehr in den fernen baltischen und russischen Hochmooren. Der Transport über tausende Kilometer spielt da keine Rolle, weshalb torfhaltige Erden zum Teil zu Niedrigpreisen in Discountern und Baumärkten über den Tresen gehen.
Klimaschädlicher Torfimport
Landrat Karl Roth und die Vertreter der Verbände sind sich einig: wir können nicht das brisante Thema Klimawandel anpacken, und beim klimaschädlichen Torfimport in den Hausgarten die Augen zumachen. Denn der Torf, der sich in Hoch- und Niedermooren über Jahrtausende von Jahren gebildet hat, gilt als sogenannte Kohlenstoffsenke, das ist ein immerwährender CO2-Speicher. Beim Torf-Abbau werden die Moore entwässert und dadurch zersetzt sich das organische Material und geht als CO2 in die Luft. Dasselbe passiert mit dem Torf in der Gartenerde. „Immerhin entsprechen die CO2-Emissionen aus dem Moorab-bau in Deutschland 4,5 Prozent der Gesamtemissionen und gelten als die größte Quelle für Treibhausgase nach dem Energiesektor“, erläutert Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt vom Landratsamt.
Alternative: Torffreie Substrate
„Inzwischen gibt es zunehmend Alternativen zu den torfhaltigen Substraten, die aus Kompostmaterial aus Grünschnitt, regionalen Abfallstoffen, Holzfasern etc. zusammengesetzt sind und eine gute Qualität aufweisen“, weiß der Kreisfach-berater für Gartenkultur und Landespflege Jürgen Ehrhardt. Er hat eine Reihe von Gartenbaubetrieben und Baumärkten von der Erweiterung ihres Sortiments durch torffreie Erden überzeugen können. Eine Liste dieser Händler ist das Er-gebnis, sie kann angefordert werden und ist auch auf der Homepage des Landratsamtes abrufbar. Natürlich können im Hausgarten aus dem eigenen Kompost Erden auch sehr gut selbst gemischt werden. Im Sinne einer regionalen Kreislaufwirtschaft bietet außerdem die Grüngutkompostierung in Hadorf die Möglichkeit, torffreie Blumenerde lose abzuholen.
Führungen und Vorträge
Nicht zuletzt engagieren sich die Teilnehmer der Aktion „Gärtnern ohne Torf“ auch deshalb dafür, weil der Landkreis selbst über viele schützenswerte Moor-standorte verfügt, die es zu entdecken gilt. Hier sind die Naturschutzverbände im Landkreis und die Untere Naturschutzbehörde gefragt. Durch entsprechende Pflegemaßnahmen soll das Austrocknen und Verschatten der Moorflächen verhindert werden. Außerdem sind eine natürliche Entwicklung der Moore im Sinne einer CO2-Speicherung sowie der Lebensraum für moortypische Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. In naturkundlichen Führungen und Vorträgen laden die Verbände ein, die Moorschätze der Natur vor der Haustüre kennenzulernen. „Denn nur was man kennt und schätzt, wird man auch schützen“, ist Anderer-Hirt überzeugt..
Den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen macht der Weihenstephaner Moor-Renaturierungsexperte Matthias Drösler bereits am kommenden Montag, den 31. März um 19.30 Uhr. Er referiert über „Klimaschutz durch Moorschutz“ im Inninger Haus der Vereine. Weitere Veranstaltungen, Argumentationshilfen und die Händlerliste finden sich unter www.landkreis-starnberg.de/torffrei.
Die Aktion „Gärtnern ohne Torf“ ist ein Kooperationsprojekt des Landratsamtes Starnberg mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, dem Bund Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz und dem Energiewendeverein.

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