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„Würde sich die Politik in der Gestaltung der Energiewende nicht so wankelmütig geben, hätten wir schon längst viel mehr Wärmenetze auf Hackschnitzelbasis und auch andere Projekte mit Erneuerbaren Energien umgesetzt“, so lautet das Fazit von den teilnehmenden Landwirten nach dem Vortragsprogramm am zweiten Land-Energie-Tag im Landkreis Starnberg. Rund 50 Interessierte waren ins Landratsamt gekommen um sich über die Energiewende und Erneuerbare Energien im landwirtschaftlichen Betrieb zu informieren.
Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt hatte eingeladen um wissenschaftliche Erkenntnisse mit der agrarischen Praxis zusammenzubringen. Dass die Wiedervernässung von Moorstandorten eine relativ günstige Klimaschutzmaßnahme ist, erfuhren die rund 50 Teilnehmer ebenso wie, dass im Landkreis Starnberg noch längst keine Holzlücke zu befürchten sei. „Der Holzeinschlag liegt geschätzt immer noch etwa 15 Prozent unter dem jährlichen Zuwachs, wie die kürzlich veröffentlichte Bundeswaldinventur für das Voralpengebiet ergeben hätte“, so die Auskunft von Dr. Stephan Gampe vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim. Leider seien die bayerischen Förderprogramme für Wärmenetze aus Holz und agrarischen Reststoffen derzeit ausgesetzt, deshalb der Vorwurf der Wankelmütigkeit. „Nichtsdestotrotz bleiben immer noch viele Energie-Einsparpotentiale im Acker und beim Transport auf der Strecke“, wie Josef Schmidt vom Landwirt-schaftsamt Ingolstadt sehr praxisnah ausführte.
Eine Holzlücke im eigenen Betrieb hatte den Energiepreisträger Paul Grundler aus Wörthsee vor einigen Jahren veranlasst, ackerfähige Grenzstandorte durch die Aufforstung mit Pappeln zu sogenannten Kurzumtriebsplantagen zu machen. In einem stetig weiterentwickelten Nahwärmenetz werden inzwischen von seiner Heizzentrale aus rund 2000 Quadratmeter Wohnfläche mit Holz-Hackschnitzeln beheizt.
Die Exkursion der Land-Energie-Teilnehmer auf den Grundlerhof schlug abschließende eine perfekte Brücke von der Theorie in die Praxis und machte Mut, nicht immer nur mit dem knallharten Rechenstift an eine Sache heranzu-gehen, sondern auch dem pionierhaften Erfindergeist Raum zur Entfaltung zu geben.

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