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Der Salafismus gilt sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene als die zurzeit dynamischste islamistische Bewegung, die vor allem junge Menschen anwirbt. Aus diesem Grund informierten sich 60 Vertreter verschiedener Einrichtungen wie Schulen, Wohlfahrtsverbänden, Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendhäusern, Gemeinden und Helferkreisen bei der Veranstaltung „Salafismus – Prävention und Deradikalisierung“ im Landratsamt über Möglichkeiten der Prävention.

Etwa 730 Salafisten leben in Bayern. Die Wege zur Radikalisierung sind vielfältig, doch gerade der gezielte Einsatz von Internet und Social Media führt zu einer weitreichenden Propaganda. Vor diesem Hintergrund arbeiten unterschiedliche Staatsministerien und staatliche Behörden im Bayerischen Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus zusammen, um gemeinsam Maßnahmen zur Prävention zu erarbeiten. Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Salafismus – Prävention und Deradikalisierung“ klärten Partner des Netzwerkes zunächst über die Mechanismen und Hintergründe dieser extremistischen Strömung auf. Ziel von Salafisten ist die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach einem salafistischen Regelwerk, das als „gottgewollte“ Ordnung angesehen wird. „Mit Themen wie Ungerechtigkeiten und dem Wunsch nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe soll das Gefühl des Akzeptierens in den Vordergrund gestellt werden. Damit kommen junge Menschen leichter in Kontakt mit dieser Ideologie“, so Stefanie Dümig, Bildungskoordinatorin des Landratsamtes Starnberg. „Unser Ziel war vor allem die Sensibilisierung der verschiedenen Einrichtungen. Die rege Teilnahme unterstreicht die Wichtigkeit dieses Themas.“, betont Dümig.

„Wenn jemand eine Information hat und nicht weiß, wie er damit umgehen soll, führt diese „Handlungsverlegenheit“ oft dazu, dass man gar nichts tut. Da es aber gerade beim Thema Salafismus unheimlich wichtig ist, rechtzeitig zu handeln, möchten wir Ihnen die Berührungsängste vor der Polizei und den Behörden nehmen und Sie auffordern, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachzufragen“, so Holger Schmidt vom Kompetenzzentrum für Deradikalisierung. Man kann bei einem konkreten Verdacht auf Radikalisierung bei der Hotline des Bayerischen Landeskriminalamts (089-1212-1999) oder der zivilgesellschaftlichen Organisation „Violence Prevention Network“ (089 416 11 77 11 - 10) anrufen und zunächst einen anonymen Rat einholen. Die Ansprechpartner dort geben eine Einschätzung und Hinweise, wie weiter vorgegangen werden kann. Auch im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz findet eine vertrauliche Hinweisbearbeitung statt (Hotline: 089 31201480).

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Netzwerks unter www.antworten-auf-salafismus.de

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