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Die Sicherstellung und Förderung von geeigneten Wohnformen im Alter und bei Behinderung sind ein stets aktuelles Thema. Auch der Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen „Gemeinsam stärker“ und das Seniorenpolitischen Gesamtkonzept beschäftigen sich mit diesen Punkten. Die zusätzliche Exkursion durch den Generationenpark Königsbrunn sollte einer Delegation aus Kreis- und Gemeindepolitikern, Inklusions- und Seniorenbeauftragten, Entscheidungsträgern aus dem Baubereich sowie Landratsamts-Mitarbeitern als beispielhafter Anreiz für moderne Wohnmodelle dienen.

Ein innovativer Ansatz um die Herausforderungen durch Wohnungsnot, Demografie und Inklusion in einer modernen und zukunftsweisenden Wohnform zu lösen, ist der „Generationenpark Königsbrunn“, der als kommunales Projekt in Königsbrunn, verwirklicht wurde. Ziel des Besuches war nicht nur Handlungsfelder des Aktionsplans für Menschen mit Behinderung und des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes miteinander zu verknüpfen, sondern den Teilnehmern auch einen Einblick in moderne Wohnformen geben. Denn im Generationenpark leben Singles, Paare, Senioren, Alleinerziehende, Familien unterschiedlichster Herkunft, behinderte und nichtbehinderte Menschen in einer aktiven Nachbarschaft zusammen. „Seit Eröffnung des Wohnprojektes vor knapp zehn Jahren ist die Anzahl der Bewohner auf 250 Menschen in 85 Wohnungen angestiegen. Damit ist die Obergrenze für so ein Projekt aber auch erreicht“, so Achim Friedrich, Pädagogischer Leiter des Parks. Wichtig für das Gelingen eines solchen Projektes sei auch die Auswahl und Zusammensetzung der Bewohnerinnen und Bewohner. Deshalb ist Friedrich auch bei der Auswahl der Bewohner eingebunden, nachdem sich diese bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft um eine Wohnung im Generationenpark beworben haben.  Schließlich müssen Bewerber auch Lust auf gemeinschaftliches Wohnen mitbringen. Bei der Vergabe der Wohneinheiten wird zudem darauf geachtet, dass Personen mit unterschiedlichen sozialen Statusgruppen in den Park ziehen. Die Miethöhe variiere dabei je nach Einkommen, die Wohnungsausstattung jedoch nicht. Damit auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ungehindert einziehen können, wurden ausreichend barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohneinheiten geschaffen. In der Tiefgarage des Mehrgenerationenhauses steht zudem ein Elektro-Auto für die gemeinschaftliche Nutzung zur Verfügung. Zusammen mit Kooperationspartner wird ein ehrenamtlicher Fahrdienst betrieben. Personen die nicht selbstständig mobil sind, gelangen so beispielsweise zum Arzt oder zum Einkaufen. „Entscheidend ist, dass die Erwartungen an das Projekt vonseiten der Mieter, wie auch der Kommune, nicht zu hoch sind“ erklärt Friedrich. Es gäbe auch Mieter, die wieder auszögen wenn sie feststellen, dass gemeinschaftliches Wohnen nichts für sie sei. Die meisten blieben jedoch und die Warteliste auf eine freie Wohnung sei lang. „Der Generationenpark geht mit einem tollen Beispiel für moderne Wohnmodelle voran, er vereint Generationen, Kulturen und unterschiedliche Statusgruppen. Der Besuch hat uns klar gezeigt, dass ein gemeinsames Zusammenleben funktionieren kann, wenn gegenseitige Offenheit und Toleranz gegeben ist und definitiv noch Bedarf für ähnliche Modelle vorhanden ist“, so Behindertenbeauftragter Maximilian Mayer.

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