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Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen Sachstand

Unsere Vielfalt ist unsere Stärke – nach diesem Inklusionsgrundsatz setzt der Landkreis Starnberg  seine Arbeit zur Umsetzung des Aktionsplans „Gemeinsam stärker“ kontinuierlich fort. Max Mayer, der Behindertenbeauftragte des Landkreises, informiert, was 2019 unternommen wurde, um die im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen weiter voranzubringen.

Der Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen „Gemeinsam stärker“, der 2017 vom Kreistag verabschiedet wurde, enthält 110 Maßnahmen, um die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben zu sichern. „Bei der Umsetzung der Maßnahmen ist es uns besonders wichtig, Betroffene und ihre Angehörigen einzubinden und mitzunehmen. Sie wissen selbst am besten, wo wir noch nachbessern müssen“, erklärt Mayer. Als Highlight mit großer Resonanz nennt er die Beteiligung an den Protesttagen der Aktion Mensch rund um den 5. Mai. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen und dem Inklusionsbeirat konnten in jeder Kommune des Landkreises Veranstaltungen durchgeführt werden (von Lesungen bis hin zu Filmvorführungen), mit denen die Menschen auf das Thema Inklusion sensibilisiert wurden. Im Juli fand im Landratsamt die Schulungsreihe „Sensibilisierung im Umgang mit Menschen mit Behinderung“ statt. Mitarbeiter von kommunalen Verwaltungen, Institutionen, Verbände, Vereinen, Senioren- und Behindertenbeauftragte wurden darin beispielsweise zu den Grundlagen der leichten Sprache oder zum Umgang mit Hör- und Sehbehinderten geschult. In Zusammenarbeit mit dem Steuerungsverbund Psychische Gesundheit wurde im November eine Veranstaltungsreihe zur seelischen Gesundheit „Gemeinsam Mut machen“ im Landkreis durchgeführt. Mit einer Informationsmesse, mit Filmgesprächen, Fachvorträgen und Lesungen wurde dabei die psychische Gesundheit in den Fokus gerückt. Die Aufklärung der Öffentlichkeit über das Wesen und die Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen ist enorm wichtig. Obwohl fast jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens einmal an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung leidet, fühlen sich Betroffene durch das von Angst, Tabuisierung und Stigmatisierung geprägte soziale Klima im Umgang mit psychischen Erkrankungen häufig ausgegrenzt.

Erfolge kann Mayer auch bei der Umsetzung von Projekten in „Leichte Sprache“ vermelden. Den Aktionsplan „Gemeinsam stärker“ gibt es jetzt in leichter Sprache und die Informationen auf der  Homepage des Landratsamtes erscheinen zunehmend in leichter Sprache.

Zum Jahresende 2019 lebten im Landkreis Starnberg 14.165 Menschen mit einer Behinderung. Das entspricht einem Zuwachs von 2,41 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 31,61 Prozent im Vergleich zu 2009. Der Anteil der Menschen mit einer Behinderung ist in den Gemeinden Herrsching, mit 11,91 Prozent, Feldafing, mit 11,46 Prozent sowie der Stadt Starnberg, mit 11,25 Prozent, am höchsten. „Die Zunahme der Fallzahlen zeigt deutlich, wie wichtig es ist, das Thema Inklusion nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Alle sind gefordert, jeder sollte das Thema der Inklusion, in seinem Umfeld beleuchten.“

Den Aktionsplan und nähere Informationen gibt beim Behindertenbeauftragten des Landratsamtes unter der Rufnummer 08151 148- 682, per Mail über aktionsplan@lra-starnberg.de oder unter www.lk-starnberg.de/inklusion.

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