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Betreiber für Impfzentrum steht fest

Die Vorbereitungen für die Einrichtung eines Impfzentrums im Landkreis Starnberg laufen auf Hochtouren. Der Standort des Impfzentrums steht schon seit Ende November fest, das Impfzentrum kommt nach Gauting, auf das Gelände der Asklepios-Klinik. Jetzt steht auch der Betreiber fest. Nach erfolgter Ausschreibung hat die Gautinger Firma AINexpert den Zuschlag erhalten.

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie ist die möglichst breite Impfung der Bevölkerung mit Impfstoffen gegen COVID-19 von zentraler Bedeutung. Die Staatsregierung hat daher beschlossen, dass die Impfungen dezentral in den Landkreisen und kreisfreien Städten organisiert und durchgeführt werden sollen. In jedem Landkreis soll mindestens ein Impfzentrum entstehen. Darüber hinaus soll es mobile Impfteams geben, die zu Einrichtungen (wie Altenheimen) fahren und dort die Impfungen vornehmen. Der Landkreis hat sich dazu entschlossen, das Impfzentrum von einem externen Dienstleister betreiben zu lassen, damit sämtliche Leistungen optimal koordiniert aus einer Hand erfolgen. Die Ausschreibung hat sich daher an Betreiber gerichtet, die eine Komplettlösung anbieten können, d. h. mit von diesen benannten Ärzten, medizinischem Fachpersonal und Verwaltungspersonal, von der Terminkoordination bis hin zur Impfung.

Den Zuschlag hat die Gautinger Firma AINexpert UG bekommen. Die Firma von Florian Fikuart betreut Kunden aus den Bereichen Klinik und Rettungsdienst bei Fragen des Personalmanagements, Personalengpässen sowie die Einführung und Pflege von System zur Qualitätssicherung. Florian Fikuart hat sich über den Zuschlag gefreut: „Wir können hier direkt vor Ort Verantwortung übernehmen. Mit den niedergelassenen Ärzten, unserem eigenen ärztlichen Personal und Know How werden wir alles tun, um eine effektive Impfung der Bevölkerung zu erreichen.“ Landrat Stefan Frey „Ich freue mich, dass wir ein ortsansässiges junges Unternehmen mit dieser wichtigen Aufgabe betrauen können. Ich bin mir sicher, dass wir mit Florian Fikuart und seinem Team professionelle Partner gefunden haben. Dass auch niedergelassene und pensionierte Ärzte sowie medizinische Fachkräfte aus dem Landkreis in das Projekt eingebunden werden, ist mir sehr wichtig. So wird das Impfgeschehen frühzeitig in den örtlichen ärztlichen Strukturen verankert.“

Zur Verstärkung des Teams werden noch sowohl medizinisches Fachpersonal als auch engagierte Mitarbeiter im Bereich des Patientenmanagements und der Verwaltung, sowie auch weitere Ärzte gesucht. Interessierte können sich über die Mailadresse Jobs@Impfzentrum-Starnberg.de an die Firma AINexpert wenden.

Eine Homepage zum Impfzentrum (www.Impfzentrum-Starnberg.de) befindet sich gerade im Aufbau. Dort wird es die Möglichkeit geben, online einen Impftermin zu vereinbaren. Man kann sich dort auch mit Informationsmaterial zur Impfung versorgen. Terminvereinbarungen werden zusätzlich über E-Mail und über eine Telefonhotline möglich sein. Nähere Informationen dazu gibt es zu einem späteren Zeitpunkt. Schon jetzt wird darauf hingewiesen, dass sich die Terminvereinbarungen nach dem Vorranggebot richten werden.

Im Impfzentrum könnten täglich bis zu 300 Impfungen vorgenommen werden. Von den Impfzentren ausgehend werden vier „Mobile Impfteams“ Impfungen vor Ort durchführen, entweder in bestimmten Einrichtungen wie z. B. Alten- und Pflegeheimen oder auch bei vulnerablen Personen an deren Wohnsitz. Hier ist davon auszugehen, dass bei Impfungen in Einrichtungen täglich bis zu 80 Impfungen möglich sind. Wenn einzelne Personen aufgesucht werden müssen, werden 15 bis 20 Impfungen am Tag/pro Impfteam möglich sein. Die tatsächliche Anzahl von Impfungen wird sich nach der Menge an verfügbaren Impfstoffen richten.

Die Impfungen sind freiwillig. Das Bayerische Impfkonzept steht noch nicht konkret fest, sicher gilt aber, dass Risikogruppen wie Senioren und Vorerkrankte sowie Personal aus wichtigen Bereichen des Gesundheitswesen zuerst geimpft werden.

Nach den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sollen das Impfzentrum und die „Mobilen Impfteams“ möglichst zum 15. Dezember einsatzbereit sein. Die Impfzentren sollen in Betrieb gehen, sobald der Impfstoff geliefert wird. Ein genauer Zeitpunkt dafür ist noch nicht bekannt. Die Kosten für den Aufbau des Impfzentrums übernimmt der Freistaat Bayern.

Im Landratsamt steht derzeit auch die optimale Anbindung des Impfzentrums über den Öffentlichen Personennahverkehr auf dem Programm. Das Impfzentrum soll von allen Bürgern des Landkreises gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Ebenso steht bei der Einrichtung des Impfzentrums die Herstellung der Barrierefreiheit im Fokus, damit auch Menschen mit Behinderungen eine Zugänglichkeit problemlos möglich ist. 

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