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Für sämtliche Geflügelhaltungen im Landkreis Starnberg gilt ab sofort die Stallpflicht

Das 5-Seen-Land mit seiner Vielzahl an natürlichen Fließ- und Standgewässern sowie geschützter Biotope ist ganzjährig Lebensraum von Watt- und Wasservögeln. Zusammen mit dem angrenzenden Landkreis Landsberg am Lech gilt der Landkreis Starnberg als bedeutsames Sammel-, Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Wild- und Zugvögel im süddeutschen Raum.

Infolge des Vogelzuges kommt es während der Herbst- und Wintermonate regelmäßig zu vermehrten Ansammlungen wildlebender Watt- und Wasservögel. Damit steigt auch das Risiko des Eintrages neuer Geflügelpestvirus-Serotypen in die hiesige Wildvogelpopulation, wie Untersuchungen bei toten Wildvögeln in den Jahren 2006, 2009 und 2016/2017 gezeigt haben.

Seit Oktober 2020 wird fortgesetzt hochpathogenes Influenzavirus bei Wild- und Zugvögeln nachgewiesen, v.a. in Nord- und Ostdeutschland. Mittlerweile liegen tausende von positiven Befunden bei Wildvögeln aus insgesamt 10 Bundesländern vor. Die Nachweise lassen insgesamt eine hohe Infektionsdynamik mit starker Ausbreitungstendenz nach Süden erkennen. In Bayern wurde hochpathogenes Influenzavirus vom Subtyp H5 bei Wildvögeln bisher in den Landkreisen Starnberg, Landsberg am Lech, Passau und Hassberge und in einem Fall bei Hausgeflügel im Landkreis Bayreuth nachgewiesen. Der Nachweis des Geflügelpesterregers bei einer Möwe aus dem Gemeindegebiet Herrsching und bei zwei Schwänen im Landkreis Landsberg zeigt, dass der Geflügelpesterreger in der hiesigen Wildvogelpopulation vorhanden ist. „Wir rechnen daher mit weiteren positiven Befunden bei Wildvögeln im Verlauf der nächsten Wochen“, so der Leiter des Veterinäramtes Starnberg, Dr. Johannes März. Und weiter: „Jetzt gilt es unter allen Umständen zu verhindern, dass der Geflügelpesterreger in einen Hausgeflügelbestand eingeschleppt wird. Es wird daher vorbeugend die landkreisweite Aufstallung für alle Arten von Geflügel und die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen verfügt. Dies gilt für gewerbliche Haltungen ebenso wie für Hobbyhaltungen.“

Die Allgemeinverfügung wurde am 03.02.2021 im Amtsblatt für den Landkreis Starnberg veröffentlicht und trat am 04.02.2021 in Kraft.

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