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Hochwasser und Überschwemmungen entlang von Gewässern oder sogar aufgrund örtlicher Gegebenheiten abseits von Gewässern sind ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufes. Durch Niederschläge sowie Schnee- und Eisschmelze können Bäche, Flüsse und Seen über die Ufer treten und überschwemmungsgefährdete Gebiete überfluten.

Erhebliche Schäden durch Hochwasser entstehen, wenn Siedlungen, Straßen, Kulturgüter oder einzelne Gebäude durch unangepasste Nutzung oder Errichtung von natürlichen Abflussbereichen und Überschwemmungsgebieten einer Hochwassergefahr ausgesetzt werden. Erst die Nutzung oder Bebauung des Überschwemmungsgebietes verursacht das Hochwasserrisiko. Die meisten Hochwasserschäden entstehen dann an privat, öffentlich und gewerblich genutzten Gebäuden und deren Einrichtungen sowie an Infrastrukturanlagen wie Straßen oder Ver- und Entsorgungsleitungen. Eine hochwasserangepasste Bauweise im Überschwemmungsgebiet ist daher obligatorisch. Nicht zuletzt stellt ein Hochwasserereignis auch eine ernst zu nehmende Gefahr für Leib und Leben dar.

Die Überschwemmungen der letzten Jahre in Bayern zeigen, wie ernst die zu nehmende Gefahr durch Hochwasser ist. Besonders die Überschwemmungen im Juli 1954 im Alpenvorland, im April 1988 im Donautal, im August 2002 in Ostbayern, im August 2005 wiederum im Alpenvorland, im Juni 2013 vor allem entlang der Donau und dem Inn und zuletzt im Juli 2021 im Südosten Bayerns verursachten außerordentlich schwere Schäden. Durch die Überflutungen kamen auch mehrere Menschen ums Leben.

Im Landkreis Starnberg wurden zwei Überschwemmungsgebiete (Würm, Amper) durch Rechtsverordnung festgesetzt. Ein Überschwemmungsgebiet (Inninger Bach) gilt derzeit als vorläufig gesichert. Weitere Überschwemmungsgebiete im Bereich der Seen (Starnberger See, Ammersee, Wörthsee, Pilsensee) sowie entlang von Flüssen und Bächen (Lüßbach, Kienbach, Fischbach, Aubach, Traubing, Rothkreuzmoosgraben, Windach) wurden ermittelt.

Überschwemmungsgebiet Würm

Im Landkreis Starnberg wurde ein Gebiet entlang der Würm als Überschwemmungsgebiet festgesetzt. Wo das Überschwemmungsgebiet genau zu liegen kommt und ob Ihr Grundstück sich innerhalb dieses Gebiets befindet, können Sie anhand dieser GeoLIS-Anwendung feststellen.

Externer Link: GeoLIS-App Überschwemmungsgebiet Würm und Inninger Bach


Die Rechtsverordnung zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes an der Würm vom 05.07.2016 trat am 21.07.2016 in Kraft. Amtsblatt für den Landkreis Starnberg 30. Ausgabe vom 20. Juli 2016
Mit der Festsetzung gelten unter anderem die gesetzlichen Bestimmungen des § 78 und 78 a Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Hiernach ist in festgesetzten Überschwemmungsgebieten untersagt:


Überschwemmungsgebiet Amper

Im Landkreis Starnberg wurde durch die Regierung von Oberbayern landkreisübergreifend ein Gebiet entlang der Amper am Auslauf des Ammersees als Überschwemmungsgebiet festgesetzt. Wo das Überschwemmungsgebiet genau zu liegen kommt und ob Ihr Grundstück sich innerhalb dieses Gebiets befindet, können Sie anhand dieser GeoLIS-Anwendung feststellen.

Externer Link: GeoLIS-App Überschwemmungsgebiet Würm und Inninger Bach


Die Rechtsverordnung zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes an der Amper vom 30.01.1976 trat am 31.06.1976 in Kraft. Hiernach ist in festgesetzten Überschwemmungsgebieten untersagt:


Überschwemmungsgebiet Inniger Bach

Im Landkreis Starnberg wurde ein Gebiet entlang des Inninger Baches als Überschwemmungsgebiet vorläufig gesichert. Wo das Überschwemmungsgebiet genau zu liegen kommt und ob Ihr Grundstück sich innerhalb dieses Gebiets befindet, können Sie anhand dieser GeoLIS-Anwendung feststellen.

Externer Link: GeoLIS-App Überschwemmungsgebiet Würm und Inninger Bach


Die Bekanntmachung der vorläufigen Sicherung des Überschwemmungsgebietes erfolgte im Amtsblatt für den Landkreis Starnberg 26. Ausgabe vom 21.07.2021.

Der Antrag auf vorläufige Sicherung des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim als verantwortliche Behörde für die Ermittlung liegt vor. Mit der vorläufigen Sicherung gelten unter anderem die gesetzlichen Bestimmungen des § 78 und 78 a Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiete stehen nach § 78 Absatz 8 und § 78 a Absatz 6 WHG festgesetzten Überschwemmungsgebieten gleich. Hiernach ist in vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten untersagt:



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