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Bodenrichtwerte für Bauland

Die ermittelten Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte des Bodens für eine Mehrzahl von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwertzone), für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen (§ 6 Abs. 1, § 3 Abs. 2 ImmoWertV).

Die Bodenrichtwerte enthalten keine Wertanteile für Gebäude, sonstige bauliche Anlagen, Aufwuchs, o.ä. und beziehen sich somit nur auf den reinen Bodenwert. Sie werden außerdem grundsätzlich altlastenfrei ausgewiesen.

Die Bodenrichtwerte für Bauland sind bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche mit der angegebenen wertrelevanten Geschossflächenzahl (WGFZ), sowie auf baureifes, erschließungsbeitragsfreies (erschlossenes) Land.

Die angegebene WGFZ stellt lediglich den Bezug zu dem angegebenen Richtwert her. Die baurechtliche Umsetzbarkeit ist ggf. über einschlägige Verfahren zu prüfen.

Unter baureifem Land versteht man Flächen, die nach Lage, Form und Größe für eine bauliche Nutzung geeignet, nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften bebaubar und ausreichend erschlossen sind.

Hinweise zum Erschließungsbeitrag

Die Erschließungsbeiträge werden nach § 127 Abs.1 BauGB erhoben. Zu den Erschließungsanlagen zählen: Straßen, Wege, Plätze, Fußwege, Wohnwege, Parkflächen, Grünanlagen sofern sie zu den Verkehrsanlagen gehören oder zur Erschließung notwendig sind, sowie die Anlagen zum Schutz gegen schädliche Umwelteinwirkungen (§ 127 Abs. 2 BauGB). Nicht zu den Erschließungsanlagen i. S. d. § 127 Abs. 2 BauGB zählen insbesondere die Anlagen zur Ableitung von Abwasser sowie die Anlagen zur Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser. Die Herstellung der Abwasser- und Wasserleitungen im öffentlichen Straßenraum werden von den Kommunen jedoch im Sinne der kommunalen Erschließung zur Erschließung gerechnet und berücksichtigt. Die Erschließung mit z. B. Elektrizität, Gas, Telekommunikation obliegt den besonderen Spartenträgern. Die Kosten hierfür können nur im Einzelfall bei einer Begutachtung ermittelt werden. Kosten nach dem KAG fließen nur dann ein, wenn die Kommunen im Rahmen der Beteiligung mitteilen, dass in absehbarer Zeit Kosten anfallen werden. Allerdings ist eine Berücksichtigung nur möglich, soweit die Kommunen die Kosten auch beziffern können.

Die Bodenrichtwerte für Wohnbauflächen beziehen sich auf den individuellen Wohnungsbau (Ein- bis Dreifamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser, kleine individuelle Wohnanlagen mit i.d.R. max. zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss).

Insbesondere im ländlichen Raum beinhaltet die Art der Nutzung „Wohnen“ mitunter auch die dörfliche Siedlungsstruktur (MD) und im städtisch strukturierten Gebieten die gemischte Nutzung (MI), da sich hier keine signifikanten Wertunterschiede abzeichnen.

Im Einzelfall ist bei Bewertungen den tatsächlichen Gegebenheiten, sachverständig, durch Zu- und Abschläge Rechnung zu tragen.

Weicht die maximal zulässige bauliche Nutzung (WGFZ) vom WGFZ-Bezug des Bodenrichtwertes ab, so ist dies bei der Einzelbewertung zu berücksichtigen. Für die Umrechnung der unterschiedlichen Geschossflächenzahlen werden die GFZ-Umrechnungskoeffizienten des Gutachterausschusses der Landeshauptstadt München (siehe Seite 7) angewendet.

Wichtige Anmerkung:

Aufgrund der Erkenntnisse des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Bereich des Landkreises Starnberg wird es für marktgerecht erachtet, auf die bis zum Stichtag 31.12.1998 in der Landeshauptstadt München verwendeten Umrechnungsfaktoren zurückzugreifen, obwohl diese ab dem Jahr 2000 eine Aktualisierung erfahren haben.

Zuständige Stelle

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