Katastrophenschutz
Gute Vorsorge beginnt zuhause
Die aktuellen Ereignisse in Berlin zeigen, dass ein mehrtägiger Stromausfall durchaus zur Realität werden kann. Auch wenn es derzeit keine Hinweise auf vergleichbare Anschläge in Bayern gibt, ist Vorsorgen ein wichtiger Baustein für die Bevölkerung. Eine Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten haben bisher keine gezielte Vorsorge für Krisenfälle getroffen. Genau dem möchte der kürzlich überarbeitete Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des BBK entgegenwirken. Er bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen in einfachen Schritten, um sich und die Familie besser auf Notlagen vorzubereiten – von Stromausfällen und Extremwetterlagen bis hin zu Bränden oder gar im Verteidigungsfall. Für den konkreten Fall eines großflächigen Stromausfalls hat der Landkreis bereits vor zwei Jahren einen Blackoutplan aufgestellt und die wichtigsten Informationen für die Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage zusammengestellt. „Vorsorge macht stets Sinn. Legen Sie sich auch die Flyer für den Fall der Fälle griffbereit in die Schublade“, so der Appell von Landrat Stefan Frey.
Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“
Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde umfassend überarbeitet, enthält aber weiterhin bewährte Inhalte für die klassische Notfallvorsorge – etwa bei Stromausfall, Hochwasser oder Extremwetter. Tipps und Checklisten, wie ein sinnvoller Vorrat angelegt werden kann oder welche Dinge im Notfall am besten griffbereit sein sollten, sind hilfreich, um nichts und niemanden zu vergessen. Neu aufgenommen wurden auch Inhalte, die auf aktuelle Herausforderungen eingehen. Hinweise, wie Desinformation erkannt werden kann, sind ebenso enthalten wie Informationen dazu, wo Schutz bei Explosionen gesucht werden kann. Nicht zuletzt erklärt der Ratgeber, wie man mit Ängsten und Sorgen in Extremsituationen umgehen kann – den eigenen, aber auch denen von Familie und Freunden und vor allem von Kindern. Er steht in digitaler Form unter www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html zum Download zur Verfügung und liegt auch im Landratsamt zum Mitnehmen aus.
Vorsorge für Blackout im Landkreis
Für den Fall eines großflächigen, langanhaltenden Stromausfall hat auch der Landkreis Starnberg vorgesorgt und bereits vor rund zwei Jahren einen Blackoutplan erarbeitet. Auch eine Übung im Zusammenspiel mit den Gemeinden und Hilfsorganisationen hat stattgefunden. Zu den wichtigsten Bausteinen gehört die Sicherstellung der Bevölkerungsversorgung mit Wasser, Energie und medizinischer Grundbedürfnisse. Dazu hat der Kreisausschuss kürzlich die Beschaffung eines weiteren mobilen Notstromgenerators auf den Weg gebracht.
Nachdem im Blackoutfall in kürzester Zeit alle Informations- und Kommunikationsgeräte wie Handy, Radio und Fernseher ausfallen werden, hat die Einrichtung von Anlaufstellen für die Bevölkerung große Bedeutung. Aber wo finde ich die nächste Anlaufstelle (sogenannter Leuchtturm)? Wie kann ich im Blackoutfall Hilfe rufen? Wie kann ich mich auf einen längerfristigen Stromausfall vorbereiten und wie verhalte ich mich im Ernstfall richtig? Die wichtigsten Informationen für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Arztpraxen, KiTA’s und Schulen stehen auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lk-starnberg.de/katastrophenschutz zum Download bereit.
Pressefoto
- Bildbezeichnung: Kennzeichnung Anlaufstelle-Leuchtturm
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