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Häufige Fragen zum Thema Asyl



1. Wie viele Asylbewerber gibt es derzeit im Landkreis Starnberg?

Gesamtzahl: 1933 inkl. unbegleiteten Minderjährigen

Aufteilung nach Gemeinden:

Zahl je Gemeinde

August 2016

unbegleitete Minderjährige

Geplante Plätze 2016

Andechs

88

1

 

Berg

118

7

96 Plätze,
Container-Wohnanlage, in Planung 

Feldafing

117

1

 

Gauting

318

43

 

Gilching

67

-/-

192 Plätze,
Container-Wohnanlage, Fertigstellung vorauss. Ende 2016

Herrsching

230

11

 

Inning

105

5

 

Krailling

129

2

144 Plätze,
Container-Wohnanlage, bereits fertiggestellt

Pöcking

118

-/-

96 Plätze,
Container-Wohnanlage, in Planung 

Seefeld

91

1

144 Plätze,
Container-Wohnanlage, bereits fertiggestellt

Starnberg

276

14

144 Plätze,
Container-Wohnanlage, in Planung

Tutzing

90

28

 

Weßling

23

2

144 Plätze,
Container-Wohnanlage, Fertigstellung vorauss. Anfang Juli

Wörthsee

30

1

96 Plätze,
Container-Wohnanlage, in Planung

Sonstige*

 

18

 

Stand: 26.08.2016

1800

133

 

Gesamt

1933

 

* unbegleitete Minderjährige die vom Landkreis Starnberg betreut werden, aber in Einrichtungen außerhalb des Landkreises untergebracht sind.

2. Woher kommen die Asylbewerber?
Nationalität Zahl
Afghanistan 807
Albanien 6
Armenien 7
Aserbaidschan 5
Äthiopien 2
Elfenbeinküste 1
Eritrea 138
Gambia 2
Guinea 2
Irak 165
Iran 42
Kongo

18

Kosovo 6

Libanon

1

Mali 21
Montenegro 7
Myanmar 4
Nigeria 130
Pakistan 145
Russland 19
Senegal 59
Sierra Leone und Eritrea1 2
Sierra Leone 32
Somalia 58
Syrien 185
Tansania 1
Türkei 3
Uganda 1
Ukraine 3
ungeklärt2 43
Deutschland3 18

Stand: 26.08.2016

1933

1 Kinder mit doppelter Staatsangehörigkeit; Eltern stammen aus Sierra Leone und Eritrea.
2 Staatenlose, neu geborene Kinder mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.
3 in Deutschland geborene Kinder von Asylbewerbern, die automatisch Deutsche Staatsbürger sind. 

3. Wo sind sie untergebracht?

Der Landkreis Starnberg setzt seit Anbeginn auf eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber. Durch die Wohnungsknappheit sowie der stark steigenden Zahl an wöchentlichen Zuweisungen ist jedoch die Schaffung von größeren Wohnmöglichkeiten unumgänglich. Zur Überbrückung werden die Asylbewerber in Zeltanlagen in den Gemeinden Tutzing, Berg und Pöcking untergebracht sowie in den Wohncontainer-Anlagen in Andechs, Herrsching und Inning.

Anzahl der Unterkünfte im Landkreis:

  • derzeit 91

 

4. Wie viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gibt es derzeit im Landkreis

Ein unbegleiteter Minderjähriger Asylbewerber (oft abgekürzt: umA) ist, verkürzt ausgedrückt, ein minderjähriger Flüchtling, der ohne Begleitung eines für ihn verantwortlichen Erwachsenen aus dem Ausland eingereist oder im Inland ohne Begleitung zurückgelassen worden ist.

Seit dem heutigem Tag sind 125 umA in der Zuständigkeit des Fachbereiches Jugend und Sport. Genaue Zahlen der anstehenden Verteilungsmodalitäten seit Beginn der bundesweiten Verteilung sind aktuell nicht zu erhalten. Momentan werden die Zuweisungen für Bayern noch ausgesetzt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Zuweisungen für Bayern in ähnlicher Höhe erfolgen werden wie im Jahr 2015.

Stand: 14.07.2016

5. Worauf muss der Landkreis bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen achten?

Grundsätzlich sind die unbegleitete Minderjährigen in Jugendhilfeeinrichtung nach Jugendhilfestandards unterzubringen. Dies kann in Form von Inobhutnahme, betreutem Wohnen, in vollstationären sozialpädagogischen, heilpädagogischen oder therapeutischen Gruppen oder in Pflegefamilien erfolgen. Für die Schaffung weiterer Betreuungsplätze und Anschlussmaßnahmen wird dringend geeigneter, entsprechend großer Wohnraum benötigt, damit freie Träger der Jugendhilfe dort neue Gruppen betreiben können.

Unbegleitete Minderjährige benötigen einen gesetzlichen Vertreter, der im Rahmen der elterlichen Sorge Entscheidungen treffen kann. Deshalb erfolgt die Bestellung eines Vormundes über das Familiengericht.

Für eine gelingende Integration der Jugendlichen muss ein passendes Bildungsangebot zur Verfügung gestellt werden. Entweder durch das Angebot von Deutsch- oder Alphabetisierungskursen, Regelschulbesuchen oder auch Sonderformen der Unterrichtung.

Frau Boldizar
231.5 SB
Team 231 Ambulante Hilfen
Strandbadstr. 2
82319 Starnberg

Telefon: 08151 148-344
Fax: 08151 148-535
E-Mail: monika.boldizar@LRA-starnberg.de
Raum: C 06

 

6. Wie hat sich die Zahl der Asylbewerber im Landkreis entwickelt

Statistik Asylbewerber [PDF: 92 KB]

Stand: 07.12.2015

7. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Wohnraum melden möchte?

Meldungen von geeignetem Wohnraum für Asylbewerber nimmt die Leitung vom Team Asyl gerne entgegen:

Frau Sabine Neumann
35 FL
Fachbereich 35 Asyl
Fachbereichsleiterin
Strandbadstraße 2
82319 Starnberg

Telefon: 08151 148-615
Fax: 08151 148-11615
E-Mail: sabine.neumann@LRA-starnberg.de
Raum: 116

8. Was ist eine Erstaufnahmeeinrichtung?

In einer Erstaufnahmeeinrichtung werden Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, zunächst registriert und medizinisch untersucht.

Die Regierung von Oberbayern hat im vergangenen Oktober kurzfristig eine Erstaufnahmeeinrichtung in Feldafing eingerichtet. Diese Einrichtung wurde nach einigen Wochen wieder aufgegeben. Derzeit wird im Landkreis keine Erstaufnahmeeinrichtung betrieben.

9. Was ist eine Notunterkunft?

Notunterkünfte sind behelfsmäßige Unterkünfte. Der Begriff wird sowohl für Obdachlosenheime als auch für Unterkünfte im Katastrophenfall verwendet.

Durch den Krisenstab Asyl der Bayerischen Staatsregierung wurde entschieden, dass, soweit die Aufnahmeeinrichtungen in München und in Ihren Dependancen keine Kapazitäten aufgrund der Fülle der Zugänge von Asylbewerbern frei haben, sich jede Kreisverwaltungsbehörde um kurzfristige Aufnahmen von 200 bis 300 Asylbewerbern mit einer Verweildauer von bis zu sechs Wochen vorbereiten muss.

Derzeit wird die Rathausturnhalle in Gilching als Notunterkunft vorbereitet. Der Einzug der Asylbewerber erfolgt zwischen dem 16.11. - 18.11.2015.

Weitere Informationen: Aktuelles zu den Gemeinden - Gilching

10. Müssen/dürfen Kinder von Asylbewerbern in den Kindergarten und in die Schule gehen?

Kinder von Asylbewerbern sind ebenso schulpflichtig wie alle anderen in Deutschland lebenden Kinder. Asylbewerberkinder sollen auch Kindergärten besuchen, um die Integration zu erleichtern. Eine Besuchspflicht besteht jedoch, im Gegensatz zur Schule, nicht.

11. Gibt es einen Leitfaden für die Betreuung von Flüchtlingen

Der Leitfaden steht über den folgenden Link als Download zu Verfügung

Informationen für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der Asylbewerberbetreuung im Landkreis Starnberg

Ansprechpartnerin für Fragen zum ehrenamtlichen Engagement im Landratsamt:

12. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich mich ehrenamtlich engagieren möchte?

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen, können Sie sich vertrauensvoll an die jeweiligen Helferkreise oder an die zuständige Ansprechpartnerin bei uns im Landratsamt wenden.

Kontakt Landratsamt:

Allgemeine Seite des Landkreises für alle Asylhelferkreise:
  • Landkreis Starnberg
  • Internetauftritte einiger Helferkreise:

     

    13. Sind ehrenamtliche Helfer versichert?

    Zum 1. April 2007 sind mit der Bayerischen Ehrenamtsversicherung ein Sammel-Haftpflicht- und ein Sammel-Unfallversicherungsvertrag für ehrenamtlich Tätige in Kraft getreten. Antrags- und beitragsfrei versichert sind insbesondere Ehrenamtliche in kleinen, rechtlich unselbstständigen Initiativen, Gruppen und Projekten.

    Ausführliche Informationen hierzu

    Ehrenamtsversicherung

    14. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Sachen (Kleider, etc.) spenden möchte?

    An das BRK KV Starnberg, die Caritas oder die jeweiligen Helferkreise.

    Allgemeine Seite des Landkreises für alle Asylhelferkreise:

  • Landkreis Starnberg
  • Internetauftritte einiger Helferkreise:

    BRK KV Starnberg - Allgemeine Seite

     

    15. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Geld für die Flüchtlinge spenden möchte?

    Bei Spenden für den Landkreis wenden Sie sich bitte direkt an das Landratsamt Starnberg.
    Bei Spenden für eine bestimmte Gemeinde bzw. den Helferkreis wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Helferkreis.

    16. Was versteht man unter sogenannten Fehlbelegern?

    Fehlbeleger sind anerkannte Asylbewerber, die eigentlich aus den Asylunterkünften ausziehen müssten. Diese finden aber oftmals keine Wohnung auf dem freien Markt und drohen daher obdachlos zu werden. Dadurch können dringend benötigte Plätze für Asylbewerber nicht frei gegeben werden.

    17. Wie läuft ein Asylverfahren ab?

    Über den Asylantrag entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Asylbewerber schildert in einer Anhörung sein Verfolgungsschicksal. Bis zur Entscheidung über den Asylantrag wird der Asylbewerber durch das Landratsamt oder die Regierung in einer Unterkunft untergebracht. Die Asylverfahren dauern unterschiedlich lang (wenige Monate bis mehrere Jahre)

    18. Wie viel Geld erhält ein Asylbewerber?

    Ein alleinstehender Asylbewerber erhält aktuell monatlich 330,14 Euro. Die jeweils zustehenden Barbeträge für Ehegatten und Haushaltsangehörige werden individuell berechnet.

    Asylbewerberleistungsgesetz

    19 Wer sorgt für die Sicherheit der Asylbewerber und der Anwohner?

    Die Asylbewerber sind Menschen wie alle anderen auch. In besonderen Unterbringungsformen steht zum Schutz der Asylbewerber gegebenenfalls auch ein Objektbetreuer zur Verfügung.

    20. Dürfen Asylbewerber arbeiten?

    Zuständigkeiten
    1. Asylbewerber werden durch die Agentur für Arbeit betreut
    2. anerkannte Asylanten werden durch das Jobcenter betreut
     
    Wann kann eine Arbeitsaufnahme gestattet werden?

    nach Einreise:
    1.-3. Monat keine Arbeitsaufnahme
    4.-15. Monat Arbeitsaufnahme nach erteilter Arbeitserlaubnis gestattet, incl. Vorrangprüfung, Arbeitsbedingungen
    ab 16. Monat Arbeitsaufnahme nach erteilter Arbeitserlaubnis gestattet, keine Vorrangprüfung, aber Prüfung der Arbeitsbedingungen

    schulische Ausbildungen können sofort, betriebliche Ausbildungen ab dem 4. Monat nach Einreise begonnen werden.

    Vorrangprüfung bedeutet, dass die Agentur für Arbeit prüft, ob bevorrechtigte Bewerber für diese Arbeitsstelle zur Verfügung stehen
    vergleichbare Arbeitsbedingungen heißt, dass der Asylbewerber nicht zu schlechteren Bedingungen beschäftigt werden darf wie Arbeitnehmer, die keine Arbeitserlaubnis benötigen

    weiterhin gilt:
    geringfügige Beschäftigungen (450¤-Jobs) sind ebenfalls arbeitserlaubnispflichtig
    unentgeltliche Praktika zum Zwecke der Berufsorientierung (Ziel: Berufsausbildung) bis zu einer Dauer von vier Wochen sind arbeitserlaubnispflichtig, werden aber gestattet.
    Arbeitsgelegenheiten nach §5 AsylbLG sind nicht arbeitserlaubnispflichtig, die Arbeit darf nicht vollzeitig ausgeübt werden, das Arbeitsentgelt 1,05¤/Stunde nicht übersteigen

    Weitere Informationen erhalten Sie:

    Postanschrift
    Agentur für Arbeit Weilheim
    82363 Weilheim

    Tel: 0800 4 5555 00 (Arbeitnehmer)* Dieser Anruf ist für Sie kostenfrei.
    Tel: 0800 4 5555 20 (Arbeitgeber)* Dieser Anruf ist für Sie kostenfrei.
    Fax: 08151 / 2710 - 33

    Öffnungszeiten
    Mo,Di,Mi und Fr: 8:00 - 12:30
    Do: 8:00 - 12:30, 14:00 - 18:00

    Quelle: Agentur für Arbeit
    Stand: 08.09.2015

    21. Wie werden Asylbewerber medizinisch versorgt?

    Asylbewerber erhalten Krankenhilfe gemäß § 4 Asylbewerber-Leistungsgesetz (AsylbLG). Dieses umfasst die Behandlung von akuten Schmerzzuständen. Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen werden durch § 6 AsylbLG abgedeckt.

    Asylbewerber sind NICHT gesetzlich krankenversichert.

    22. Sind Aslybewerber Unfallversichert?

    Asylbewerber sind grundsätzlich nicht unfallversichert bzw. erst dann versichert, wenn sie einer Beschäftigung oder vergleichbaren Tätigkeit nachgehen (§ 2 SGB VII)

    1. Wie sind Asylbewerber unfallversichert, wenn sie nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz tätig würden?
    Mit der Wahrnehmung einer Arbeitsgelegenheit wird der Leistungsberechtigte wie ein Versicherter ("Beschäftigter") tätig und ist damit kraft Gesetzes unfallversichert (§ 2 Abs. 2 Satz 1 SGB VII, § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII). Sind Leistungsberechtigte bei einer Kommune tätig, werden sie in die Gemeindeunfallversicherung einbezogen. Inwieweit für diesen Personenkreis Beiträge an die Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) zu zahlen sind, müssten die Gemeinden mit der KUVB selbst klären.

    2. Wie sind Asylbewerber unfallversichert, wenn sie ehrenamtlich tätig würden?
    Sind Asylbewerber ehrenamtlich tätig, sind sie ebenfalls gesetzlich unfallversichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. a SGB VII). Bei der KUVB werden sie über die Beiträge erfasst, die die Kommune für alle Ehrenamtlichen bezahlt.

     

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    Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

     

     

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