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Die Expressbuslinie X910 verbindet große Gewerbegebiete, Unternehmen verschiedenster Branchen sowie wichtige Knotenpunkte zu S-Bahn, U-Bahn und Regionalzügen – und ist damit besonders für Berufspendelnde attraktiv. Seit der Erweiterung Ende 2025 startet die landesbedeutsame, vom Freistaat Bayern geförderte Linie in Geltendorf und bedient nun insgesamt 26 Haltestellen bis zum Klinikum Großhadern.

Mit einer Hop-on-Hop-off-Tour am 31.07.2026 entlang ausgewählter Stationen wurde diese neue Linienführung sichtbar gemacht. Zum Auftakt am S-Bahnhof Geltendorf begrüßten Landrätin Daniela Groß, Landrat Stefan Frey und MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch die Teilnehmenden der Tour.

Erste Station: St. Ottilien (Geltendorf, Bahnhof)

In der Erzabtei St. Ottilien, welche fußläufig ca. 20 Minuten entfernt von der Haltestelle Geltendorf Bahnhof liegt, begrüßten Erzabt Wolfgang Öxler und Br. Josef Götz, Gesamtleiter Wirtschaftsbetrieb Erzabtei, die Teilnehmenden und gaben ihnen einen Überblick über das Klosterdorf und seine Betriebe.

Der Rundgang führte vom Hofladen mit Selbstvermarktung aus Hofmetzgerei und Klostergärtnerei zur Energiezentrale, in der regionale und nachhaltige Wärme- und Stromproduktion unter anderem über Biogas und Hackschnitzel erfolgt. Von dort ging es vorbei am Kuhstall weiter zum Verlags- und Druckereigebäude. Zum Abschluss gab ein Mönch aus der Kongregationsleitung des weltweiten Verbundes der Missionsbenediktiner Einblicke in die internationalen Aktivitäten der rund 1.000 Mönche auf vier Kontinenten.

Die Erzabtei St. Ottilien ist das Stammhaus der Missionsbenediktiner und zählt mit derzeit 72 Mönchen zu den größten Benediktinerklöstern Europas. Zum Kloster gehören zudem verschiedene wirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die weltweite Kongregation der Missionsbenediktiner umfasst 21 selbstständige Klöster mit mehr als 50 Niederlassungen auf vier Kontinenten. Ihr gehören insgesamt 1.029 Mönche an. Die Schwerpunkte ihres Missionsdienstes liegen in der Seelsorge und Evangelisierung sowie in den Bereichen Bildung, Krankenpflege, Armutsbekämpfung und Ökologie.

Weiterfahrt zu Bioverde (Eresing, Gewerbegebiet)

Anschließend ging es weiter zu Bioverde (Isana Naturfeinkost) erreichbar über die Haltestelle Eresing, Gewerbegebiet. Dort konnten die Teilnehmenden die Produktion der in Handarbeit aus Bio-Rohwaren hergestellten über 200 Feinkostprodukte beobachten.

Jedes Land wird geprägt von seinen Menschen, seiner Kultur und seinen Delikatessen. bio-verde hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Spezialitäten ausfindig zu machen und in bester Bio-Qualität herzustellen. Das 1983 gegründete Unternehmen stellte bereits vor 40 Jahren sein gesamtes Produktions- und Handelssortiment auf 100 % Bio-Qualität um.

Das Sortiment umfasst neben Antipasti, Aufstrichen, Wurst & Schinken, Salaten und Fisch auch verschiedene Sorten von Pesto, Pasta und Käsespezialitäten. Mehr als die Hälfte der über 200 Produkte stellt das Unternehmen in Eigenproduktion am bayerischen Standort Eresing in schonender Handarbeit her. Insgesamt sind 160 Mitarbeiter mit der Produktion und Veredelung der bio-verde Delikatessen beschäftigt.

Bei den Rezepturen von bio-verde stehen Qualität und Genuss an erster Stelle. Deshalb werden nur die besten Zutaten und Rohstoffe verwendet. Auf den Einsatz von Geschmacksverstärkern, Farb- und Aromastoffen sowie anderen Zusatzstoffen wird gänzlich verzichtet. Ebenso wird auf den Zusatz von Zucker verzichtet. Das Versprechen lautet: "100 % PUR". So rückt der unverfälschte Geschmack der Zutaten in den Vordergrund. Im Fokus steht die Kaltverarbeitung der Zutaten, um größtmögliche Frische und intensiven Genuss zu garantieren.

Zudem legt bio-verde großen Wert auf enge, faire und langfristige Lieferantenbeziehungen und besucht seine Partner regelmäßig vor Ort, um sich selbst von Herkunft und Qualität zu überzeugen. Bevorzugt verwendet bio-verde regionale Rohstoffe.

DELO (Schöffelding, DELO)

Mit DELO folgte danach ein weiterer bedeutender Unternehmensstandort entlang der Strecke.

DELO ist ein führender Hersteller von Hightech-Klebstoffen und beschäftigt 1.200 Mitarbeitende weltweit, davon gut 1.000 am Hauptsitz in Windach im Landkreis Landsberg am Lech. Die Produkte des Mittelständlers sind dabei näher am Alltag, als viele vermuten: Fast jedes Smartphone enthält einen winzigen Tropfen DELO-Klebstoff, etwa in Kameras, Mikrofonen oder Lautsprechern. Besonders auch für Zukunftstechnologien wie KI und autonomes Fahren entwickelt das Unternehmen innovative Kleb- und Prozesslösungen. Denn, kein autonomes Fahren ohne Sensoren, keine Sensoren ohne Klebstoffe.

Dass DELO nicht nur wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern auch als Arbeitgeber überzeugt, zeigt die unabhängige Auszeichnung durch Great Place to Work: Das Unternehmen zählt zu den besten Arbeitgebern Bayerns und sucht stetig Fachkräfte in verschiedenen Bereichen – von Ingenieurwesen und Laborarbeit bis hin zu kaufmännischen und handwerklichen Tätigkeiten.

Mit der Expressbuslinie X910 ist der Klebstoffhersteller mit mehreren Gemeinden im Landkreis Starnberg verbunden und damit aus Richtung München gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. „Die Expressbuslinie bietet unseren Mitarbeitenden eine verlässliche und komfortable Alternative zum Auto", sagt Heidrun Hausen, Personalleiterin von DELO. „Sie ist ein Angebot, das wir sehr zu schätzen wissen."

Solventum in Seefeld (Oberalting, Espe-Platz)

Bei Solventum (ehemals 3M Health Care) in Seefeld erhielten die Teilnehmenden Einblicke in ein Unternehmen mit langer Tradition in der Entwicklung von Produkten, die den Alltag ihrer Anwender erleichtern und gleichzeitig zu einer besseren, intelligenteren und sichereren Gesundheitsversorgung beitragen.

Der Name Solventum setzt sich aus den Begriffen „solving“ und „momentum“ zusammen. „Solving“ steht für den Anspruch des Unternehmens, bahnbrechende Lösungen zu entwickeln, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientieren. „Momentum“ beschreibt die Dynamik schneller und agiler Innovationen, mit der Hürden überwunden und Lösungen geschaffen werden sollen, die die Gesundheit und damit auch die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessern.

Im Geschäftsbereich Dental Solutions werden mehr als 16.000 Produkte für die Prophylaxe, Kieferorthopädie, Zahnerhaltung und Prothetik entwickelt, produziert und vertrieben. Unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards entstehen an zahlreichen Standorten weltweit – unter anderem im oberbayerischen Seefeld – jährlich innovative Neuprodukte. Dazu zählen beispielsweise Füllungsmaterialien der Marke Filtek ebenso wie ästhetische kieferorthopädische Apparaturen der Marke Clarity. Kontinuierlich weiterentwickelt werden zudem unter anderem leistungsstarke Befestigungsmaterialien der Marken Scotchbond und RelyX. Auch die hochpräzisen Polyether- und A-Silikon-Abformmaterialien Impregum und Imprint zählen zusammen mit Ketac zu den bekanntesten Marken im Dentalmarkt.

Im Rahmen der Pressetour erhielten die Teilnehmer nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens und der Entwicklung des Standortes Einblicke in die neuesten Produktinnovationen Solventums, darunter Lösungen für restaurative Zahnmedizin, Befestigungsmaterialien, Adhäsivtechnologien sowie kieferorthopädische Anwendungen. Eine leistungsfähige ÖPNV-Anbindung ist für den Standort Seefeld von großer Bedeutung, da sie die Erreichbarkeit für Mitarbeitende, Gäste und Partner verbessert und zugleich einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in der Region leistet. Der Besuch bot zudem die Gelegenheit zum Austausch über nachhaltige Mobilitätsangebote und deren Beitrag zur regionalen Standortattraktivität.

ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen (Oberpfaffenhofen, Claude-Dornier-Straße)

Am ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen stand die Besichtigung der neuen Zentrale der ADAC Luftrettung auf dem Programm.

Mit der Einweihung des neuen ADAC Luftrettung Campus am Sonderflughafen EDMO in Oberpfaffenhofen begann am 21. Oktober 2025 ein neues Kapitel in der Geschichte der gemeinnützigen ADAC Luftrettung. An einem der bedeutendsten Standort der Luft- und Raumfahrt in Deutschland vereint die hochmoderne Luftrettungszentrale unter dem Motto „United in Safety“ das gesamte Leistungsspektrum der ADAC Luftrettung-Gruppe unter einem Dach: Flugbetrieb, Medizin, Forschung, Ausbildung, Training, Wartung und Verwaltung. Nach einer Bauzeit von drei Jahren und neun Monaten entstand damit ein auch international in dieser Form einmaliges Kompetenzzentrum für Hubschrauberpilotinnen und -piloten, Rettungsdienst und Notfallmedizin. Der Campus ist nachhaltig und energieeffizient ausgerichtet und verfügt zudem über einen multifunktionalen Veranstaltungsraum für Messen, Fachtagungen und Konferenzen mit rund 300 Teilnehmenden.

Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1.500 Menschen – darunter rund 180 Pilotinnen und Piloten, rund 670 Notärzte und Notärztinnen, 245 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) sowie mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Im Rahmen der Tour wurden die ADAC Luftrettung GmbH (Zentrale und Verwaltung), die ADAC HEMS Academy GmbH (Training und Schulung), die ADAC Heliservice GmbH (Wartung und Inspektion), die ADAC Telenotarzt GmbH (telemedizinischer Notarztdienst) sowie das Joint Venture HMotion mit der Airbus Helicopters Deutschland GmbH als weltweit modernstes Simulator-Trainingszentrum für Airbus H135- und H145-Helikopter vorgestellt.

Dabei waren unter anderem Einblicke in den Trainingsbereich der HEMS, die Simulatorenhalle für die Piloten, den Verwaltungstrakt beziehungsweise Verwaltungsbereich der Luftrettung sowie die Reparaturhalle für die Helikopter vorgesehen.

Abschluss in Unterbrunn (Unterbrunn Ort)

Den Abschluss der Tour bildete der Ausklang bei bayerischer Brotzeit im Wirtsgarten des Gasthaus Högner im Gautinger Ortsteil Unterbrunn mit dem neuen Halt Unterbrunn Ort.

Die X910 auf einen Blick

Die Linie verbindet 26 Haltestellen zwischen Klinikum Großhadern (U) und Geltendorf (S):

  • Klinikum Großhadern (U)
  • Neuried, Ortsmitte
  • Krailling, Heimstraße (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Gauting, Würmbrücke
  • Gauting (S)
  • Gauting, Pentenrieder Straße
  • Unterbrunn Ort (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Gilching, Gewerbegebiet Süd
  • Gauting, Sonderflughafen Ost
  • Gauting, Air Tech Campus
  • Gilching, Gewerbepark West (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Oberpfaffenhofen, Claude-Dornier-Straße
  • Oberpfaffenhofen, DLR
  • Oberpfaffenhofen, Münchner Str.
  • Weßling (S)
  • Delling (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Oberalting, Meilinger Weg (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Oberalting, Espe-Platz (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Etterschlag, Am Anger (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Inning, Landsberger Straße (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Neugreifenberg, Brücke (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Windach, Rathaus (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Schöffelding, DELO (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Eresing, Süd (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Eresing, Gewerbegebiet (neu seit 14. Dezember 2025)
  • Geltendorf (S) (neu seit 14. Dezember 2025)
    • Auf der Gesamtstrecke gilt täglich ein 60-Minuten-Takt.
    • Zwischen Klinikum Großhadern und Weßling fährt die X910 montags bis freitags im 30-Minuten-Takt.
    • Wichtige Anschlüsse bestehen unter anderem an die U-Bahn und S-Bahn (U6, S4, S20, S5, S6, S8) sowie an den Regionalverkehr (RE70, RE72, RB67, RB68, RB74)  in Geltendorf.
    • Verkehrsunternehmen ist die Busservice Watzinger GmbH & Co. KG.

Fahrpläne zur X910

Weitere Informationen

Alle Informationen auf einen Blick sind im neuen X910-Flyer enthalten, welcher über das Bestellungstool des Landratsamts kostenfrei erhältlich ist. Darüber hinaus stehen dort zahlreiche Print- und Digitalmedien rund um den ÖPNV und Radverkehr im Landkreis Starnberg zur Verfügung.

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Fotos folgen (Copyright Landratsamt Starnberg)


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