„FOS Starnberg ist ein attraktiver Lernstandort“
„Die FOS Starnberg ist ein attraktiver Lernstandort. Die Kritik des FOS-Schulleiters an der aktuellen Situation der FOS Starnberg bei der kürzlichen Abschlussfeier kann ich so nicht gelten lassen“, erklärt Landrat Stefan Frey. Der Landkreis hat bisher rund 3,2 Millionen Euro in die Räumlichkeiten an der Gautinger- und Moosstraße investiert und wird auch weitere Maßnahmen umsetzen. „Dort lässt es sich sehr gut Lernen. Die Räumlichkeiten erlauben einen einwandfreien Schulbetrieb. Es ist verständlich, dass man lieber einen neuen Schulbau mit allen Annehmlichkeiten hätte. Jedoch haben sich inzwischen die Zeiten etwas geändert. Das dürfte keinem verborgen geblieben sein. Jeder Schulneubau in dieser Größenordnung kostet zwischen 70 und 100 Millionen Euro. Es ist auch nicht sinnvoll, wiederkehrend auf andere Schulen und Schularten zu zeigen, die völlig unterschiedliche Historien haben. In Tutzing etwa stehe man vor einer kompletten Generalsanierung des dreizügigen Gymnasiums nach 40 Jahren Schulbetrieb. Ich würde mich freuen, wenn man dies auch akzeptieren würde und anerkennen würde, dass der Landkreis sich wirklich gut um seine Schulen sowie zeitgemäße attraktive Lernbedingungen kümmert. Die FOS ist eine richtig gute Schule! Insoweit danke ich natürlich auch den Lehrkräften für Ihr Engagement im täglichen Schulbetrieb.“
Im Rahmen der diesjährigen Abschlussfeier hat sich der Schulleiter der FOS nach entsprechenden Berichten äußerst kritisch über die Situation der FOS in Starnberg geäußert. „Wir müssen nicht immer neu bauen, um einen guten Schulbetrieb zu gewährleisten.“, ist sich Landrat Stefan Frey sicher. In den vergangenen Jahren hat der Landkreis viel in die Räumlichkeiten der Schule investiert. „Dazu gehört nicht nur, dass wir aufgrund der steigenden Nachfrage und Schülerzahlen immer neue Räumlichkeiten angemietet und für die Schulnutzung umgebaut haben. Erneuerung der Bodenbeläge, Ausstattung mit WLAN, neue Elektroinstallationen mit Beleuchtung und IT-Verkabelung, Modernisierung und Erweiterung der Toilettenanlagen, Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes und Schaffung von weiteren Fluchtwegen, um nur einige der getätigten Maßnahmen zu nennen. Auch in diesem Jahr stehen die Verbesserung der Raumakustik in den Klassenzimmern, ein erhöhter Schallschutz in den Fluren, sowie Sitzbänke in Fluren und Aufenthaltsbereichen auf der Agenda. Und auch damit ist das Ende der Investitionen noch längst nicht erreicht. Im kommenden Jahr sollen der Schule weitere Räumlichkeiten im Dachgeschoss der Moosstraße zur Verfügung gestellt werden. Damit lassen sich weitere Fachräume, sowie Unterrichts- und Aufenthaltsräume realisieren.
„All diese Planungen und Schritte haben wir stets eng mit der Schulleitung abgestimmt“, betont Landrat Frey. Die geäußerte Kritik von Herrn Furtmayr geht daher völlig an der Realität vorbei. „Da werden leider sicherlich legitime Wünsche geäußert, die aber in der aktuellen Zeit schlicht nicht realisierbar sind. Der Landkreis hat schlicht und einfach viele Aufgaben der örtlichen Daseinsvorsorge zu bedienen und steht wie viele Kommunen unter massivem finanziellen Druck, der bundesseitig durch ständig neue Aufgaben und Belastungen verursacht wird.“
Unabhängig davon setzt das Landratsamt die Fortführung der Planungen für einen Neubau auf dem Grundstück am Seilerweg, entsprechend dem Beschluss des Kreistages, weiter um. Ziel ist, eine Baugenehmigung für das Projekt vorliegen zu haben. Das weitere Vorgehen entscheiden dann die Gremien auf Grundlage des für die Realisierung anzusetzenden Finanzmittel.