Bundesweiter Warntag am 10. September
Am Donnerstag, den 10. September findet wieder der bundesweite Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben Bund, Länder und teilnehmende Kommunen verschiedene Warnmittel wie Radio, Warn-Apps und Sirenen. Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Probewarnung über das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) aus. Mit diesem System sind sehr viele Warnkanäle wie beispielsweise NINA, KATWARN und BIWAPP verknüpft. Auch Cell Broadcast, also die Direktwarnung auf Handy, soll getestet werden. Es beteiligen sich in diesem Jahr wieder viele Gemeinden mit den dort stationierten Sirenen.
„Die Zunahme von Unwettern sowie die veränderte Sicherheitslage zeigen: Gefahren können schnell und unerwartet auftreten. Die sofortige Warnung der Bevölkerung hat dann für uns höchste Priorität. Sirenen und alle übrigen Warnkanäle müssen zuverlässig funktionieren und von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen und richtig verstanden werden – regelmäßige Probealarme sind dafür unverzichtbar“, erklärt Vize-Landrat Georg Scheitz.
Als Warnmittel mit Weckeffekt sind Sirenen nach wie vor wichtig. Getestet wird ein auf- und abschwellender Heulton in der Dauer von einer Minute. Der Heulton soll die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit, wie beispielsweise Naturgefahren, Schadstoffaustritte oder ähnliches, veranlassen ihre Rundfunkgeräte einzuschalten, Nachrichten der Warn-App NINA abzurufen und auf Lautsprecherdurchsagen der örtlichen Einsatzkräfte zu achten.
Auch Cell Broadcast - eine Warnnachricht direkt aufs Handy - wird wieder getestet. Damit das allerdings klappt, ist folgendes zu beachten:
- Auf dem Handy sollte ein Betriebssystem-Update für Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1 installiert sein. Die Nachricht kann nur empfangen werden, wenn das Handy am 10. September eingeschaltet ist. Bei Flugmodus ist kein Empfang der Warnnachricht möglich.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt in Kooperation mit der Info GmbH im Anschluss an den Bundesweiten Warntag eine Online-Umfrage durch. Jede Person, die sich am Bundesweiten Warntag in Deutschland aufgehalten hat, kann an der Umfrage teilnehmen. Das Feedback jedes einzelnen bringt wichtige Erkenntnisse über die Funktionsweise der Warnmittel in Deutschland, es unterstützt beim Aufdecken von Fehlern und hilft die Systeme zu optimieren. Eine Teilnahme ist unter www.warntag-umfrage.de möglich.
Folgende Gemeinden haben die Beteiligung am Warntag mit Sirenen gemeldet:
Gemeinde Andechs Ortsteile Erling, Machtlfing und Frieding
Gemeinde Gauting Gemeindegebiet Gauting sowie Ortsteile Stockdorf, Buchendorf, Oberbrunn, Unterbrunn, Königswiesen und Hausen
Gemeinde Gilching Gemeindegebiet Gilching sowie Ortsteil Geisenbrunn
Gemeinde Inning Gemeindegebiet Inning sowie Ortsteil Buch
Stadt Starnberg Ortsteil Leutstetten
Gemeinde Weßling Gemeindegebiet Weßling sowie Ortsteile Hochstadt, Oberpfaffenhofen
Weitergehende Informationen zum bundesweiten Warntag findet man auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Bundesweiter-Warntag/bundesweiter-warntag_node.html oder des Bayerischen Innenministeriums unter www.innenministerium.bayern.de/sus/katastrophenschutz/warnungundinformation/sirenenundlautsprecher.
Der bundesweite Warntag wird jährlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) durchgeführt. Ziel ist es, die technische Einsatzfähigkeit der Bundeswarnsysteme zu testen und die Bevölkerung für Art und Bedeutung von Warnmeldungen zu sensibilisieren.