Landkreis Starnberg investiert in moderne Feuerwehranhänger und Spezialausrüstung
Der Landkreis Starnberg stärkt den Brand- und Katastrophenschutz mit der Beschaffung neuer Feuerwehranhänger und moderner Spezialausstattung. Ziel der Investitionen ist es, die Einsatzkräfte bei besonderen Schadenslagen noch besser zu unterstützen und die kreisangehörigen Gemeinden bei der Vorhaltung kostenintensiver Spezialausrüstung zu entlasten. Zu diesem Anlass übergab Landrat Stefan Frey fünf neue Anhänger. „Wir sitzen alle in einem Boot, nicht nur bei Katastropheneinsätzen, und dabei ist die richtige Ausrüstung heute wichtiger denn je.“ Die Feuerwehren im Landkreis Starnberg können nun auf fünf neue Anhänger zurückgreifen, die im Katastrophenschutzlager Frieding stationiert sind.
Landrat Frey übergab die Anhänger persönlich an die Feuerwehren und ließ sich die Gerätschaften und den Einsatzzweck demonstrieren. Kreisbrandrat Helmut Schweickart bedankte sich bei Landrat Frey. „Die Beschaffungen sind ein wichtiger und richtiger Schritt in die Sicherheit der Landkreisbevölkerung und der Einsatzkräfte.“
Mit gleich zwei neuen Verkehrssicherungsanhängern wird die Absicherung von Feuerwehreinsätzen auf den Autobahnen A 95 und A 952 weiter verbessert. Die beiden Anhänger werden künftig bei den Freiwilligen Feuerwehren Berg und Percha stationiert. Die Verkehrssicherungsanhänger wurden speziell für die Anforderungen zur Absicherung von Unfallstellen auf Bundesautobahnen und autobahnähnlichen Straßen entwickelt. Er dient sowohl dem Schutz der Einsatzkräfte vor den Gefahren des fließenden Verkehrs als auch der frühzeitigen Warnung und Sicherung des Verkehrsraums. Der Landkreis übernimmt mit der Beschaffung dieser Anhänger eine wichtige Aufgabe der überörtlichen Gefahrenabwehr und entlastet gleichzeitig die Gemeinden bei der Vorhaltung notwendiger Zusatzausstattung.
Der neue Spezialanhänger für Sonderlöschmittel verfügt über 120 Kilogramm Kohlendioxid und wird zukünftig bei der Feuerwehr Krailling stationiert. Er soll insbesondere der Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen, Laboren, Rechenzentren sowie Bereichen mit empfindlicher Elektronik oder bei Entstehungsbrände in Pellet- und Hackschnitzelbunkern zum Einsatz kommen, wo Löschwasser erhebliche Folgeschäden verursachen würde. Durch das Einbringen von Kohlendioxid wird der Sauerstoff verdrängt und das Feuer erlischt.
Als Reaktion auf die zunehmende Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden wurde ein vorhandener Anhänger umgebaut und mit neuer, umfangreicher Spezialausstattung bestückt. Zur Beladung gehören unter anderem Lösch- und Transportrucksäcke, Waldbrandwerkzeuge zur Bodenbearbeitung, Schlauchmaterial und leichte Schutzkleidung für 30 Einsatzkräfte. Ebenfalls neu ausgerüstet wurde ein Geräteanhänger für die Ölwehr. Der Anhänger unterstützt die Feuerwehren bei Ölunfällen an Land und auf Gewässern. Zur Beladung gehören verschiedene Ölbindemittel für Straßen und Gewässer, Ölbindevliese in unterschiedlichen Ausführungen, ein Schlauchboot sowie Siebschaufeln für die fachgerechte Aufnahme verunreinigter Bindemittel. Beide Male wurde ein vorhandener Anhänger durch die Gerätewarte in Eigenregie umgebaut und mit der neuer Spezialausrüstung ausgestattet. Sie sind im Zentrallager des Brand- und Katastrophenschutzes in Frieding stationiert und stehen den Feuerwehren des Landkreises bei Bedarf kurzfristig zur Verfügung.
Durch die Fördermittel für die beiden Verkehrssicherungsanhänger und die erbrachten Eigenleistungen beim Umbau der beiden Geräteanhänger konnten beim Landkreis finanzielle Mittel eingespart werden. Insgesamt hat der Landkreis für diese Maßnahmen gut 90.000 Euro investiert. Davon übernahm die Regierung von Oberbayern knapp 29.000 Euro im Rahmen von Fördermitteln.