Kostenlos die Eignung des eigenen Daches checken
Die Sonne scheint in den letzten Wochen und Monaten kräftig vom Himmel. Da denken viele: „Hätte ich jetzt nur eine Solaranlage auf dem Dach“. Ein Blick über die Dächer im Landkreis zeigt, es gibt noch viel Platz für Solaranlagen. Mit dem Solarpotenzialkataster des Landratsamtes erhalten Hausbesitzerinnen und -besitzer eine einfache Ersteinschätzung, wie viel Sonne tatsächlich übers Jahr auf das eigene Dach scheint und welche Flächen das beste Solarpotenzial besitzen. Ein Planungs- und Wirtschaftlichkeitsrechner hilft zudem bei der sinnvollen Auslegung der eigenen Photovoltaik- oder Solarthermieanlage. „Die Errichtung einer Solaranlage ist häufig auch mit finanziellen Fragestellungen verbunden. Aber der Online-Erstcheck kostet nichts und ist ein erster Schritt, sich diesem Thema anzunähern“, erklärt Landrat Stefan Frey. Das Online-Tool steht kostenlos unter www.lk-starnberg.de/solarkataster zur Verfügung.
Angesichts der aktuellen Energiekrise mit explodierenden Kosten und unsicheren Versorgungsaussichten denken viele Landkreisbürger darüber nach, sich mit einer eigenen Solaranlage ein Stück unabhängiger zu machen. Doch oft gibt es auch Unsicherheit, ob das Dach wirklich geeignet ist, gerade wenn die Ausrichtung nicht ideal erscheint oder Bäume oder Nachbargebäude zeitweise die Dachfläche beschatten. Hier bietet das Solarkataster des Landratsamtes mit aktueller Online-Globalstrahlungskarte eine wertvolle Entscheidungshilfe. Die Skala reicht dabei von rot (höchste Einstrahlung) bis blau (geringe Einstrahlung) und berücksichtigt auch mögliche Verschattungen z.B. durch Bäume oder angrenzende Gebäude.
„Die Strahlungskarte zeigt, dass im Grunde auf den meisten Dachflächen genügend Sonne vorhanden ist“, sagt Herbert Schwarz, Umweltberater des Landratsamtes. „Denn auch bei „nur“ mittlerer Einstrahlung oder teilweiser Verschattung lassen sich Solaranlagen inzwischen dank günstiger Modulpreise und verbesserter Technik rentabel betreiben. Und fast noch wichtiger: Sie wirken als Energiepreisbremse und sorgen für mehr Autarkie.“
Wer dies konkret für sein eigenes Dach durchrechnen möchte, kann hierfür das Solarkataster mit den Planungs- und Wirtschaftlichkeitsrechnern für Photovoltaik oder Solarthermie nutzen. Damit ist eine erste Einschätzung von möglicher Modul- bzw. Kollektorfläche, Energieerträgen, Kosten und Einsparpotenzialen möglich. Berücksichtigen lassen sich dabei auch verschiedene Optionen wie Stromspeicher, Wärmepumpe oder Elektroauto. Zur ersten Veranschaulichung lassen sich die Solarmodule auch virtuell auf dem eigenen Dach platzieren.
Weitere Infos und Beratungsmöglichkeiten rund um das Thema Solarenergie gibt es unter www.lk-starnberg.de/solar oder telefonisch bei der Stabstelle Energie und Klimaschutz unter 08151 148-77442.