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Vom Klimaschutz-Management bis zur Klima- und Energie-Agentur: Kapazitäten für die große Zukunftsaufgabe

Klimaschutzmanagement: Anstoßen und Vernetzen

Von 2012-2017 dauerte offiziell die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes Fünfessenland, das im Jahr 2010 unter Beteiligung von vielen Akteuren im Landkreis erarbeitet und im Kreistag verabschiedet worden ist. Die Stelle der Klimaschutzmanagerin ist seit April 2017 fest im Stellenplan des Landratsamtes vorgesehen und unbefristet als Stabstelle im Geschäftsbereich 5 (Umwelt) angesiedelt.

Klimaschutz und die Energiewende können nur bewältigt werden, wenn diese als Querschnittsaufgabe politisch gewollt und sozial akzeptiert wird. Ohne einen gewissen kulturellen Wandel wird das wohl nicht funktionieren. Die lokale Ebene ist entscheidend  für die praktische Umsetzung dieser Transformation, weshalb die beiden hauptamtlichen Fachkräfte am Landratsamt auch eher vernetzend, Initiativen anstoßend und konzeptionell tätig ist und weniger als technische Expertenn.

Seit der Konferenz von Rio im Jahr 1992 schon bemühen sich verschiedenste Akteuer in Gremien, Agenda-Gruppen und Arbeitskreisen vor Ort um die Förderung von Erneuerbaren Energien und Klimaschutz. Diese Aktivitäten führten einst zum Energiewendebeschluss durch den Kreistag (am 12.12.2005:  bis zum Jahr 2035 100% erneuerbaren Energien), zur Gründung des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg e. V. im Jahr 2007, zur Gründung der Fünfseenland-Energiegenossenschaft eG im Jahr 2011.

Unter dem Namen "Klimaregion Fünfseenland" wurde im Jahr 2010 ein Integriertes Klimaschutzkonzept für unsere Region entwickelt. Seitdem wird das Klimaschutzkonzept durch die Stabstelle Klimaschutz am Landratsamt umgesetzt. Das Klimaschutzkonzept Fünfseenland finden Sie hier zum Download:
Dokument-Einbindung: Klimaschutzkonzept Fünfseenland - Teil 1 Klimaschutzkonzept Fünfseenland - Teil 1
[PDF, 5,6 MB]

Dokument-Einbindung: Klimaschutzkonzept Fünfseenland - Teil 2 Klimaschutzkonzept Fünfseenland - Teil 2
[PDF, 6,5 MB]
 

Das Klimaschutzmanagement im Landkreis Starnberg ist in der ersten Phase vom Februar 2012 bis März 2017 gefördert worden: in Phase I zu 65%  und in Phase II zu 40% über Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit . 

Klimapakt im Landkreis - mehr Verbindlichkeit für ehrgeizigen Klimaschutz

Seit November 2015 gibt es den Klimapakt und einen dazugehörigen Maßnahmenplan. Fast alle Gemeinden und der Landkreis haben sich inzwischen dem Klimapakt angeschlossen und verpflichten sich zur Umsetzung von drei relevanten Maßnahmen jährlich. Mehr dazu unter der Navigation "Klimapakt".

28.07.2022: Kreistage machen den Weg frei für die Klima- und Energie-Agentur gGmbH für drei Landkreise

Als Kompetenzzentrum mit Dienstleistungsfunktion ist die von den Kreisgremien der drei Landkreise Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg im Sommer 2022 beschlossene Klima- und Energieagentur konzipiert. Dramatisch steigende Energiepreise, verschärfte Klimaziele und eine hohe Nachfrage nach Beratung und strategischer Begleitung nicht nur in Energiefragen, sondern auch zu Klimafolgen und Ressourcen-Effizienz machen die Gründung dringlicher denn je. Im September beurkunden die drei Landräte das neue Unternehmen beim Notar, dann kann es den Betrieb aufnehmen. Die Starnberger Klimabeauftragte am Landratsamt, Josefine Anderer, hat die die Gründung maßgeblich betreut und wird die Gründung und die Aufnahme des Geschäftsbetriebs weiter begleiten, bis der oder die Geschäftsführerin seinen/ihren Dienst antreten kann.

„Nicht nur die Energieberatung für Eigenheimbesitzer wird gestärkt, insbesondere unsere Kommunen sollen von einem starken Dienstleistungsangebot der Agentur profitieren,“ betonte der Starnberger Landrat Stefan Frey. Er hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Agentur jetzt ihre Arbeit aufnehmen kann. „Ich bin hochzufrieden, dass wir diese Kapazitäten in der Region für Erneuerbare Energien, Klimaschutz und Ressourcenwende bündeln,“ äußerte sich sein Amtskollege Thomas Karmasin aus Fürstenfeldbruck erfreut. „Gemeinsam sind wir stärker“, hegt der Landsberger Landrat die Hoffnung, dass mit der Agentur die großen Herausforderungen Klimaschutz und Energiewende zu einer Chance für die Region werden.

Ambitioniert und vorausschauend kann man die Ziele der Agentur durchaus nennen: neben Strategien für die Klimafolgenanpassung sind im Satzungszweck auch die sozial-ökologische Transformation und ein geplantes Bündnis für eine treibhausgasneutrale Region verankert.  .

Bis der Betrieb tatsächlich aufgenommen wird, sind noch steuer- und beihilferechtliche Fragen zu klären. Eine Förderung des STMWI ist bereits zugesagt, ein Büro in Aussicht. Die Klimaschutzstellen der Landratsämter arbeiten dafür eng zusammen. Die drei Energievereine der Landkreise werden künftig in einem Fachbeirat mitwirken. Das Engagement der ehrenamtlichen Akteure ist auch weiterhin willkommen und notwendig: damit das Angebot der künftigen Agentur in Kommunen und Gesellschaft bekannt und verankert wird. 


Zuständige Stelle

Energie und Klimaschutz
Stabsfunktion 5.1

Strandbadstraße 2
82319 Starnberg

08151 148-77352 (Klimaschutz)
08151 148-77442 (Umweltberatung)
08151 148-11442
klimaschutz@LRA-starnberg.de
umweltberatung@LRA-starnberg.de
DE-Mail: info@lk-starnberg.de-mail.de
Internet: https://www.lk-starnberg.de/SF5_1

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