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Eingliederungshilfe


Eingliederungshilfe ist eine Leistung der Sozialhilfe nach dem SGB XII, deren Aufgabe es ist, eine drohende Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört vor allem, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen. Personen, die durch ein fachärztliches Gutachten nachweisen, dass Sie wesentlich behindert oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, haben grundsätzlich Anspruch auf Eingliederungshilfe.

Die Eingliederungshilfe bietet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine Vielzahl von Hilfen:

  • Kinder, die noch nicht eingeschult sind, können z.B. durch ambulante Frühförderung, in einem Integrationskindergarten oder in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte gefördert werden.
  • Schulpflichtigen Kindern soll ermöglicht werden, im Rahmen ihrer persönlichen Fähigkeiten eine angemessene Schulbildung zu erhalten. Mögliche Hilfen sind u.a.
    • schulbegleitende ambulante Förderung,
    • Betreuung in heilpädagogischen Tagesstätten.
  • Psychisch kranken Menschen, die nur in geringem Umfang der Betreuung bedürfen, kann Hilfe in betreuten Wohnformen, wie z.B. in Therapeutischen Wohngemeinschaften oder im Betreuten Einzelwohnen, gewährt werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Hilfen zu leisten, über deren Art und Umfang jeweils im Einzelfall entschieden wird.

Leistungen der Eingliederungshilfe können in der Regel nur gewährt werden, wenn ein konkreter Hilfebedarf vorliegt, der Bedarf durch ein entsprechendes fachärztliches Gutachten oder eine entsprechende Stellungnahme bestätigt wird und die gewünschte Hilfeleistung angemessen ist. Grundsätzlich wird auch bei der Eingliederungshilfe vor der Hilfegewährung überprüft, ob der Antragsteller die Kosten selbst tragen kann. Bei einigen Hilfen hat der Gesetzgeber jedoch die Eigenleistung auf die Kosten des Lebensunterhalts beschränkt. Diese Ausnahmeregelung bezieht sich u.a. auf alle heilpädagogischen Maßnahmen für Kinder, die noch nicht eingeschult sind und auf die Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung.

Schulpflichtige Kinder, deren Hilfebedarf auf Grund einer seelischen Störung besteht, werden grundsätzlich durch den Fachbereich für Jugend und Sport betreut.

Wird die Hilfe stationär in einer Anstalt, einem Heim oder einer anderen Einrichtung erbracht, trägt der Bezirk Oberbayern die Kosten und entscheidet über Art und Umfang der Hilfe. Nähere Informationen darüber erhalten Sie direkt beim Bezirk Oberbayern (Telefonzentrale: 089 2198-01).

Mit der Zuständigkeitsreform der Sozialhilfe in Bayern wurden zum 01.01.2008 alle Leistungen der Eingliederungshilfe für den ambulanten, teilstationären und stationären Bereich für Menschen mit Behinderung bei den überörtlichen Trägern der Sozialhilfe gebündelt.Waren bis Ende des Jahres noch verschiedene Maßnahmen der Eingliederungshilfe an die örtlichen Träger delegiert, ist ab 01.01.2009 für den Regierungsbezirk Oberbayern sachlich und örtlich zuständig:

Bezirk Oberbayern
Prinzregentenstraße 14
80538 München

Telefon: 089 2198 01
Fax: 089 2198-1190
Internet: www.bezirk-oberbayern.de

 


Ansprechpartner

Herr Michael Kröck

Herr Kröck

Team 221 Soziale Hilfen
Teamleiter
Strandbadstraße 2
82319 Starnberg
Telefon: 08151 148-224
Fax: 08151 148-539
E-Mail: michael.kroeck@LRA-starnberg.de
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Telefon: 08151 148-238
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