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Fair-Trade

Fair-Trade im Landkreis Starnberg

Klimaschutz und Fairer Handel - wie geht das zusammen? Ökologische und soziale Fragen sind eng miteinander verwoben: Armut und Unwissenheit bewirken einen unangemessenen Umwelt- und Ressourcenverbrauch, was die Natur schädigt und gleichsam allen und vor allem den Ärmsten teuer zu stehen kommt. Nicht von ungefähr hat die UN-Nachhaltigkeitskonferenz im September 2015 17 sogenannte Nachhaltigkeits-Entwicklungs-Ziele (Sustainable Development Goals, SDG, dargestellt durch bunte Symbole auf dieser Seite) verabschiedet. Damit ist erstmals die Notwendigkeit formuliert worden, Umwelt- und Entwicklungsfragen zusammen zu denken und ökologische soziale und ökonomische Aspekte verschränkt zu betrachten. Darüber hinaus wird die wichtige Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Umsetzung der Beschlüsse  betont.

Der deutsche Städtetag hat sich als erster kommunaler Dachverband zu den SDGs positioniert und eine Resolution zu ausgewählten Zielen verabschiedet. Hier finden Sie die Stellungnahme: Resolution des Deutschen Städtetags 

alle SDGs

Fairer Handel: für Weltoffenheit und Engagement in unruhigen Zeiten

Im Landkreis Starnberg wird mit der Fair-Trade-Initiative ein erster Schritt für dieses sog. Agenda 2030 unternommen. Im Lauf des Jahres 2017 haben verschiedene Gemeinden und die Stadt Starnberg entsprechende Ratsbeschlüsse gefasst, sich auf den Weg zur offiziellen Anerkennung als Fair-Trade-Kommune zu machen. Landrat Karl Roth ist es wichtig darüber aufzuklären wie privater Konsum und öffentliche Beschaffung durch gerechte Preise bewirken kann, dass alle Menschen in Würde leben können. "Die Flüchtlingskrise hat uns gelehrt, dass Menschen ihre Heimat verlassen, weil es sich dort nicht mehr anständig leben lässt," so Roth anlässlich einer ersten Infoveranstaltung im Juli 2017 in Feldafing. Er hat die Aufgabe an die Stabstelle Klimaschutz  delegiert, sie wird für den Landkreis die Aktivitäten koordinieren und die lokalen Akteure vernetzen. „Wir bekommen die Welt, die wir bezahlen, das müsse den Menschen begreiflich und schmackhaft gemacht werden“, sagt Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt zu den Hintergründen für dieses neue kommunale Engagement. Dementsprechend geht es längst nicht allein um den Verkauf von Produkten aus dem Fairen Handel, sondern vielmehr um eine nachhaltige und beständige Bewusstseinsbildung für gerechte Handelsbeziehungen und Vermarktungsstrukturen.  

So ist der Beschluss- bzw. Zertifizierungsstand im Landkreis:

Vollständig Fair-Trade-zertifizierte Gemeinden: Herrsching, Gauting

Kommunen mit Beschlüssen, sich auf den Weg zur Zertifizierung zu machen: Andechs, Feldafing, Gilching, Krailling, Starnberg. In weiteren Gemeinden sind entsprechende Beschlüsse in Vorbereitung. Die bereits zertifizierten Fair-Trade-Kommunen und die mit gefassten Beschlüssen decken inzwischen 63% der Einwohner des Landkreises ab.Der Landkreis selbst wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 die politische Willensbildung einleiten, auch als Kreis sich zur Fair-Trade-Region weiterzuentwickeln. Der Landkreis München hat diesen Beschluss im September 2017 gefasst, und auch die Europäische Metropolregion München möchte als große Region diesem Trend folgen.

SDG 1

Die Weltläden im Landkreis Starnberg - Engagement mit Mehrwert

Die Produktpalette im Weltladen ist unglaublich vielfältig; sie reicht vom aromatischen Kaffee, über außergewöhnliche Geschenkartikel und Schmuck bis hin zu fairer Kleidung. Dabei haben alle Produkte etwas gemein: Sie sind von besonderer Qualität und zugleich ein kleines Stück Weltpolitik. Faire Produkte in den Weltläden sind eine echte Alternative. Sie finden dort ein breites Angebot attraktiver Produkte, die dazu beitragen, die Existenz der Erzeuger/innen zu sichern. Außerdem können Sie dort mit engagierten Ehrenamtlichen das Gespräch suchen und sich über die Herkunft der Produkte informieren. Nicht zuletzt setzen sich die dort Aktiven für die Fairänderung von politischen Rahmenbedingungen ein. Der Weltladen-Dachverband koordiniert die politischen Kampagnen bundesweit: Zum Beispiel gibt es für das Wahljahr 2017 eine Kampagne "Visionen des Fairen Handels". Mehr dazu unter Visionen für eine gerechte Welt

Hier finden Sie Ihren Weltladen vor Ort:

 

Einrichtung Straße, PLZ, Ort
E-Mail
Weltladen der Indienhilfe e.V.im Welthaus "Alte Schule"

Luitpoldstr. 20, 82211 Herrsching

info@indienhilfe-herrsching.de
Eine Welt Laden Gauting Münchner Straße 7, 82131 Gauting info@forumeinewelt-gauting.de
Weltladen Starnberg Kaiser-Wilhelm-Straße 18, 82319 Starnberg info@weltladen-starnberg.de
Weltladen Tutzing e.V. Hauptstraße 47, 82327 Tutzing kontakt@weltladen-tutzing.de

 

Viele Gründe für gerechte Preise und für den Fairen Handel - eine kleine Argumentationshilfe
  • Produzentinnen und Produzenten, insbesondere kleinbäuerliche Familien in den Ländern des Südens, erhalten für ihre Produkte angemessene Preise, die ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft ermöglichen.
  • Die gezahlten Preisaufschläge ermöglichen Gemeinschaftsprojekte der Produzenten-Genossenschaften z. B. Schulen, Kurse etc.
  • Durch gezielte Beratung werden die Kleinbauern befähigt, Qualität für den Weltmarkt zu liefern. Auch eine Anpassung der Anbaumethoden, wie es z. B. die Klimaerwärmung erfordert, wird im Rahmen der Fair-Trade-Begleitung möglich.
  • Die Erzeuger werden im weitesten Sinne fit gemacht für die Platzierung ihrer Waren auf dem lokalen und globalen Markt sowie für die Vertretung ihrer Interessen gegenüber Händlern und der (Agrar-)Politik. Das schafft Bewusstsein, stärkt das Selbstvertrauen, fördert Verantwortlichkeit für die Region und das Heimatland und beugt so Landflucht und Abwanderung vor. (= capacity building)
  • Fairer Handel ist eine Investition in die Zukunft und beugt der internationalen Migration vor. Heute gerechte Preise zu bezahlen verhindert teure Flüchtlingshilfen morgen.
  • Der faire Handel will keinesfalls einheimische Produzenten gegen Lieferanten aus dem Süden ausspielen. Regional bleibt immer erste Wahl. Die Fair-Trade-Bewegung macht vielmehr deutlich, dass bäuerliches Wirtschaften überall auf der Welt eines besonderen Wohlwollens und der Unterstützung bedarf. Faire Preise für ausgewählte Produkte zu bezahlen ist eine Frage der Wert-Schätzung von bäuerlichen Produktionsweisen im Norden wie im Süden.
  • Die Wirkung von Fairtrade wurde in einer Vielzahl von Studien nachgewiesen. Zusammen mit Bio ist Fairtrade das am umfassendsten untersuchte Siegel.

 Zitat von Bundesminister Dr. Gerd Müller vom 18.5.2017:

„Glauben Sie nicht, dass wir unseren Wohlstand auf Dauer auf dem Rücken Afrikas und der Entwicklungsländer aufrechterhalten können, ohne dass die Menschen aus diesen Ländern zu uns kommen und sich dann das holen, was ihnen zusteht.“

SDG 2

17 Nachhaltigkeitsziele der UN für eine Agenda 2030 (SDGs)

"On September 25th 2015, countries adopted a set of goals to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all as part of a new sustainable development agenda. Each goal has specific targets to be achieved over the next 15 years.  For the goals to be reached, everyone needs to do their part: governments, the private sector, civil society and people like you." Quelle: UN SDGs

Den SDGs liegen folgende zentrale Feststellungen zugrunde:  

  • Entwicklung und Umwelt gehören untrennbar zusammen.
  • Armut ist die größte Herausforderung und das größte Hindernis für eine nachhaltige Entwicklung.
  • Die planetarischen Grenzen sind unbedingt zu beachten.

Ganz offensichtich liegen diesen Zielen aber auch Widersprüchlichkeiten zu Grunde wie z. B.

  • Dauerhaftes Wachstum oder ökologische Nachhaltigkeit? (Systemfrage)
  • Landwirtschaft produktiver und/oder nachhaltiger gestalten?
  • Politischer Wille der einzelnen Regierungen, die Ziele tatsächlich umzusetzen?
    (Beispiel: Frauengleichstellung in arabischen Ländern)

SDG 3

Ansprechpartner

Herr Herbert Schwarz
08151 148-442
umweltberatung@LRA-starnberg.de

Herr Schwarz

Stab 4.1 Energie und Klimaschutz
Energie- und Umweltberatung
Über Hintereingang des Tutzinger Hofes
Schloßbergstraße 1
82319 Starnberg
Telefon: 08151 148-442
Fax: 08151 148-11442
E-Mail: umweltberatung@LRA-starnberg.de
Raum: 3. Obergeschoss

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Frau Josefine Anderer-Hirt
08151 148-352
klimaschutz@LRA-starnberg.de

Frau Anderer-Hirt

Stab 4.1 Energie und Klimaschutz
Klimaschutzmanagerin
Über Hintereingang des Tutzinger Hofes
Schloßbergstraße 1
82319 Starnberg
Telefon: 08151 148-352
Fax: 08151 148-11352
E-Mail: klimaschutz@LRA-starnberg.de
Raum: 3. Obergeschoss

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Energie und Klimaschutz

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E-Mail: klimaschutz@LRA-starnberg.de
De-Mail: info@lk-starnberg.de-mail.de
Internet: https://www.lk-starnberg.de/SF4_1
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Die allgemeinen Öffnungszeiten des Landratsamtes sind:

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Mittwoch    7.30 - 14 Uhr
Freitag    7.30 - 16 Uhr

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